# Bab al-Mandab, Stand 19. September: Die IMO-Bilanz und die Abgrenzung zu Hormus

**Category:** Operational Alerts  |  **Source:** Le Monde / IMO / Freightos  |  **Published:** 2026-09-21  |  **Updated:** 2026-09-26

**Tags:** Bab al-Mandab, Rotes Meer, Suezkanal, Huthi, Seefracht, Kap der Guten Hoffnung, Frachtraten, Kriegsrisiko, Lieferkette, Logistik News, Transport News, Fracht News, Speditions News, Supply Chain News, Zoll News, Frachtportal News, Schienentransport, Digitalisierung

> Fortschreibung des Lagebilds vom 14. September: die IMO-Bilanz vom 17. September, die Abgrenzung zu Hormus und was das für bestätigte Buchungen bedeutet.

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Dass sich die Lage am s&uuml;dlichen Eingang zum Roten Meer versch&auml;rft hat und welche Ausweichrouten bleiben, ist seit Mitte September beschrieben. Dieser Beitrag schreibt das Lagebild auf den Stand vom 19. September 2026 fort. Neu sind drei Punkte: die Bilanz, die IMO-Generalsekret&auml;r Arsenio Dominguez am 17. September 2026 gezogen hat; die Klarstellung, welchem Chokepoint deren Kernzahl &uuml;berhaupt gilt; und die Beobachtung, dass ein erheblicher Teil der Asien-Europa-Dienste die Passage inzwischen wieder nutzt.

Die IMO best&auml;tigt seit dem 28. Februar 2026 achtzig Angriffe auf Handelsschiffe und mindestens 22 dabei get&ouml;tete Seeleute. Entscheidend f&uuml;r die Routenbeurteilung ist, wo diese Angriffe stattfanden: Die Zahl bezieht sich auf die Strasse von Hormus und deren Umfeld, nicht auf den Bab al-Mandab. Das Rote Meer f&uuml;hrt die IMO getrennt auf. Dort kamen beim j&uuml;ngsten Huthi-Angriff auf ein Handelsschiff am 11. August 2026 vier Seeleute ums Leben. Wer die achtzig Angriffe dem Bab al-Mandab zurechnet, gewichtet das Risiko am falschen Chokepoint.

An der jemenitischen Rotmeer-K&uuml;ste hat sich die Kontrolle der Huthi nach Berichten bis zum 18. September 2026 weiter verfestigt. Gesperrt ist die Meerenge damit nicht, dauerhaft beobachtet und bedroht aber schon.

Gleichzeitig l&auml;uft wieder ein Teil des Verkehrs hindurch. Freightos beziffert f&uuml;r September 2026 rund 19 Prozent der Asien-Europa-Volumen &uuml;ber das Rote Meer, getragen von drei der vier Allianzen. Ein Signal f&uuml;r eine verl&auml;sslich offene Route ist das nicht: Reedereien entscheiden je nach Schiff, Ladung, Flagge, Versicherung und aktueller Sicherheitslage, und eine kurzfristige Umstellung bleibt jederzeit m&ouml;glich.

Die Alternative bleibt der Weg um das Kap der Guten Hoffnung. Wichtig f&uuml;r die Kalkulation ist dabei weniger das Prinzip als die Bandbreite: Le Monde nennt mindestens zehn zus&auml;tzliche Tage, Al Jazeera beziffert den Aufschlag f&uuml;r betroffene Dienste auf &uuml;ber zwanzig Transittage. Wer nur mit dem unteren Wert plant, untersch&auml;tzt die Streuung je nach Dienst und Hafenfolge.

F&uuml;r Schweizer Verlader ist deshalb weniger die Route selbst das Problem als ihre Planbarkeit. Eine best&auml;tigte Buchung kann einen Fahrplan &uuml;ber Suez zeigen und sp&auml;ter trotzdem auf die Kap-Route umgestellt werden. Vor der Best&auml;tigung geh&ouml;rt gekl&auml;rt, ob der Frachtf&uuml;hrer eine Umfahrung Afrikas ausdr&uuml;cklich vorbeh&auml;lt, welche Bunker-, Kriegsrisiko- und Umleitungszuschl&auml;ge dann greifen und ob die Transportversicherung Kriegsrisiken einschliesst oder ausschliesst.

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Die Dispo sollte bei Asien-Verkehren nicht einfach die gebuchte Transitzeit &uuml;bernehmen, sondern einen Puffer f&uuml;r eine m&ouml;gliche Afrika-Umfahrung einbauen — auch dann, wenn der gebuchte Dienst derzeit zu den rund 19 Prozent geh&ouml;rt, die durch das Rote Meer laufen. Verlader sollten sp&auml;teste Liefertermine, Sicherheitsbest&auml;nde und Versicherungsschutz pr&uuml;fen. Bei Angeboten muss klar sein, ob Bunker-, Kriegsrisiko- oder Umleitungszuschl&auml;ge nachtr&auml;glich erhoben werden k&ouml;nnen. Bei wichtigen Sendungen lohnt sich ein Alternativplan &uuml;ber Luftfracht oder Bahn, auch wenn diese L&ouml;sungen teurer sind.

Kurz gesagt: Die Suezroute ist nicht pauschal geschlossen, aber f&uuml;r feste Laufzeitversprechen weiterhin zu unsicher.

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- Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden.

- Die Passage geh&ouml;rt zur k&uuml;rzesten Seeroute zwischen Asien und Europa.

- Der Umweg &uuml;ber das Kap der Guten Hoffnung verl&auml;ngert Reisen laut Le Monde um mindestens zehn Tage; Al Jazeera nennt f&uuml;r betroffene Dienste &uuml;ber zwanzig zus&auml;tzliche Transittage.

- Einzelne Containerdienste nutzten die Meerenge im September 2026 weiterhin.

- Laut Freightos liefen im September 2026 rund 19 Prozent der Asien-Europa-Volumen wieder &uuml;ber das Rote Meer, getragen von drei der vier Allianzen.

- Die IMO best&auml;tigte in ihrer Erkl&auml;rung vom 17. September 2026 achtzig Angriffe auf Handelsschiffe in und um die Strasse von Hormus seit dem 28. Februar 2026.

- Diese achtzig Angriffe beziehen sich nicht auf Bab al-Mandab.

- Die IMO nennt f&uuml;r denselben Zeitraum mindestens 22 get&ouml;tete Seeleute.

- Die IMO best&auml;tigte zuletzt auch neue t&ouml;dliche Angriffe im Roten Meer: Beim j&uuml;ngsten Huthi-Angriff auf ein Handelsschiff am 11. August 2026 kamen vier Seeleute ums Leben.

- Reedereien entscheiden die Route nach Sicherheitslage und Versicherungsschutz laufend neu.

**Weitere Quellen zur Gegenpr&uuml;fung:**

- [Al Jazeera: Red Sea nations watch as Houthis seize Bab al-Mandeb strait](https://www.aljazeera.com/economy/2026/9/13/red-sea-nations-watch-as-houthis-seize-bab-al-mandeb-strait)

- [gCaptain: IMO Sounds Alarm as Attacks on Merchant Ships Spread Across Global Trade Routes](https://gcaptain.com/imo-sounds-alarm-as-attacks-on-merchant-ships-spread-across-global-trade-routes/)

- [The Maritime Executive: IMO Renews Call to Stop Attacks on Seafarers and Commercial Ships](https://maritime-executive.com/corporate/imo-renews-call-to-stop-attacks-on-seafarers-and-commercial-ships)

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