# Cosco öffnet Rotes Meer wieder – Maersk und Hapag-Lloyd bauen Suez-Dienste aus

**Category:** Operational Alerts  |  **Source:** Frachtportal Redaktion  |  **Published:** 2026-08-13  |  **Updated:** 2026-08-14

**Tags:** Cosco, Maersk, Hapag-Lloyd, Gemini Cooperation, Rotes Meer, Suezkanal, Bab Al-Mandab, Seefracht, Asien Europa, Frachtraten, Logistik News, Transport News, Fracht News, Speditions News, Supply Chain News, Zoll News, Frachtportal News, Digitalisierung

> Cosco sowie Maersk und Hapag-Lloyd bauen ihre Verkehre durch Rotes Meer und Suezkanal wieder aus. Für Transitzeiten und Kapazitäten könnte das grosse Folgen haben.

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Bei den grossen Containerreedereien kommt Bewegung in die Routenplanung durchs Rote Meer. Cosco hat laut _The Loadstar_ wieder Buchungen f&uuml;r einen Fernost-Rotes-Meer-Dienst ge&ouml;ffnet. Die Schiffe sollen dabei auch den Bab al-Mandab zwischen Jemen und Dschibuti passieren.

Gleichzeitig bauen Maersk und Hapag-Lloyd ihre schrittweise R&uuml;ckkehr &uuml;ber den Suezkanal aus. Der gemeinsame Gemini-Dienst AE19 bei Maersk beziehungsweise SE4 bei Hapag-Lloyd wird neu nicht mehr um das Kap der Guten Hoffnung gef&uuml;hrt, sondern durch das Rote Meer und den Suezkanal. Die &Auml;nderung gilt seit dem 10. August und beginnt westgehend mit der _Berlin Maersk_.

Bereits im Juli hatten Maersk und Hapag-Lloyd mit AE15 beziehungsweise SE3 einen weiteren Asien-Europa-Dienst auf die Suezroute zur&uuml;ckgestellt. Auch CMA CGM nutzt laut Brancheninformationen bereits mehrere Verbindungen &uuml;ber diesen Korridor.

**Das bedeutet aber noch keine komplette R&uuml;ckkehr zum alten Normalzustand.** Maersk erkl&auml;rt ausdr&uuml;cklich, dass derzeit keine generelle Umstellung des gesamten Ost-West-Netzes geplant ist. Die Reedereien beobachten die Sicherheitslage weiterhin und k&ouml;nnen bei einer Verschlechterung wieder auf die Route um Afrika ausweichen.

Gerade dieser Punkt ist wichtig. Praktisch gleichzeitig mit der R&uuml;ckkehr weiterer Liniendienste kam es am 11. August zu einem t&ouml;dlichen Angriff auf das Frachtschiff _Tihamah_ im Bab al-Mandab. Vier Besatzungsmitglieder sowie zwei Rettungskr&auml;fte kamen nach Angaben der Beh&ouml;rden ums Leben.

F&uuml;r den Containerverkehr k&ouml;nnte eine breitere R&uuml;ckkehr nach Suez trotzdem erhebliche Folgen haben. Die Route &uuml;ber das Kap bindet Schiffe deutlich l&auml;nger. Werden wieder mehr Dienste durch Suez gef&uuml;hrt, steigt deshalb die effektiv verf&uuml;gbare Schiffskapazit&auml;t im Markt. Das k&ouml;nnte mittelfristig Druck auf Spotraten aus&uuml;ben. Eine automatische oder sofortige Senkung der Frachtraten l&auml;sst sich daraus aber noch nicht ableiten – daf&uuml;r spielen Hafenstaus, Nachfrage, Equipment und Sicherheitszuschl&auml;ge ebenfalls eine Rolle.

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&uuml;r Spediteure und Verlader bedeutet die Entwicklung vor allem: **Routing und Transitzeiten wieder genauer beobachten.**

Ein Dienst, der heute via Suez angeboten wird, kann bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage kurzfristig wieder &uuml;ber das Kap laufen. Entsprechend sollten Transitzeiten gegen&uuml;ber Kunden noch nicht zu knapp kalkuliert werden.

Bei bestehenden Buchungen lohnt sich die Pr&uuml;fung, welche konkrete Rotation hinter dem gebuchten Service steckt. Besonders bei zeitkritischen Sendungen sollte klar sein, ob das Schiff tats&auml;chlich durch den Bab al-Mandab f&auml;hrt oder weiterhin Afrika umrundet.

Auch bei den Frachtraten wird die Entwicklung interessant. Wenn immer mehr Dienste nach Suez zur&uuml;ckkehren, werden weniger Schiffe f&uuml;r die langen Kap-Rotationen ben&ouml;tigt. Dadurch kann zus&auml;tzliche Kapazit&auml;t frei werden. Das w&auml;re grunds&auml;tzlich ein negativer Faktor f&uuml;r Spotraten. Gleichzeitig bleiben Krieg, Versicherungen, Sicherheitszuschl&auml;ge und kurzfristige Umleitungen erhebliche Unsicherheiten.

Verlader sollten deshalb nicht nur auf die angebotene Transitzeit schauen, sondern auch auf Routing, Versicherungsbedingungen und m&ouml;gliche Kriegsrisikozuschl&auml;ge.

**Kurz gesagt: Die Suez-R&uuml;ckkehr nimmt Fahrt auf, aber der Bab al-Mandab ist noch weit von einem normalen und verl&auml;sslich planbaren Schifffahrtskorridor entfernt.**

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- Cosco hat laut _The Loadstar_ Buchungen f&uuml;r einen Fernost-Rotes-Meer-Dienst wieder ge&ouml;ffnet.

- Der Cosco-Dienst soll den Bab al-Mandab passieren.

- Maersk und Hapag-Lloyd stellen den Gemini-Dienst AE19/SE4 auf die Route durch Rotes Meer und Suezkanal um.

- Die Umstellung gilt seit dem 10. August 2026.

- Erste westgehende Fahrt ist die _Berlin Maersk_, Voyage 628W.

- Bereits im Juli wurde AE15/SE3 auf die Suezroute zur&uuml;ckgestellt.

- Maersk plant derzeit ausdr&uuml;cklich keine vollst&auml;ndige R&uuml;ckkehr seines gesamten Ost-West-Netzes &uuml;ber Suez.

- Am 11. August wurde die _Tihamah_ im Bab al-Mandab angegriffen.

- Nach Angaben jemenitischer Beh&ouml;rden starben vier Besatzungsmitglieder und zwei Rettungskr&auml;fte.

- Der Schiffsverkehr durch Bab al-Mandab und Rotes Meer liegt laut Reuters weiterhin deutlich unter dem Niveau vor den Angriffswellen.

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