# Deutschland: Schienengüterverkehr drohen 2027 rund 12,6 Prozent höhere Trassenpreise

**Category:** Branchennews  |  **Source:** Verkehrsrundschau / beck-aktuell (VG Köln 18 L 1831/26)  |  **Published:** 2026-10-10  |  **Updated:** 2026-10-22

**Tags:** Trassenpreise, Schienengüterverkehr, DB InfraGO, Deutschland, Bahn, Intermodal, Logistik News, Transport News, Fracht News, Speditions News, Supply Chain News, Zoll News, Frachtportal News, Seefracht, LKW Transport, Schienentransport, Digitalisierung

> Die Trassenpreise für Güterzüge könnten 2027 in Deutschland deutlich steigen. Für Operateure, Spediteure und Verlader wird Bahntransport damit teurer.

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F&uuml;r den deutschen Schieneng&uuml;terverkehr zeichnet sich 2027 ein deutlicher Kostensprung ab. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts K&ouml;ln darf die Deutsche Bahn bei den Trassenentgelten h&ouml;here Kosten ansetzen als von der Bundesnetzagentur urspr&uuml;nglich genehmigt.

F&uuml;r den G&uuml;terverkehr wird aktuell mit einem Plus von rund 12,6 Prozent gerechnet. Genannt wird ein durchschnittlicher Kilometerpreis von etwa 3,92 Euro (bisher rund 3,48 Euro). Auf das Jahr gerechnet k&ouml;nnten dadurch rund 112 Millionen Euro zus&auml;tzliche Kosten entstehen.

Trassenpreise sind vereinfacht gesagt die Maut f&uuml;r die Schiene. Bahnunternehmen zahlen sie f&uuml;r die Nutzung des Netzes der DB InfraGO.

F&uuml;r Spediteure und Verlader ist das wichtig, weil sich solche Kosten in Angeboten f&uuml;r Ganzz&uuml;ge, Kombiverkehr und andere Bahnprodukte wiederfinden k&ouml;nnen. Besonders bei Verkehren, die heute schon nur knapp mit dem Lkw konkurrieren, kann ein zweistelliges Plus unangenehm werden.

Noch bedeutet das nicht, dass jede einzelne Bahnrelation automatisch um 12,6 Prozent teurer wird. Operateure kalkulieren unterschiedlich, und auch andere Kosten wie Energie, Wagen, Personal und Terminalumschlag spielen mit.

Die Richtung ist aber klar: Wer f&uuml;r 2027 Bahn- oder Intermodalbudgets macht, sollte nicht mit den Preisen von 2026 weiterrechnen.

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F&uuml;r die Dispo heisst das: 2027er Bahnangebote fr&uuml;h einholen und nicht erst kurz vor Jahreswechsel.

Verlader mit festen Intermodalquoten sollten Kostenpuffer einplanen.

Bei Ausschreibungen Bahn und Lkw weiter getrennt rechnen, statt pauschal einen Prozentwert draufzuschlagen.

Kurz gesagt: Bahn wird 2027 voraussichtlich sp&uuml;rbar teurer.

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- Das Verwaltungsgericht K&ouml;ln (18 L 1831/26, 01.10.2026) entschied zugunsten der h&ouml;heren DB-Erl&ouml;sobergrenze.

- F&uuml;r G&uuml;terverkehr werden rund 12,6 Prozent h&ouml;here Trassenpreise genannt.

- Genannter Durchschnittspreis: Anstieg von rund 3,48 auf rund 3,92 Euro je Trassenkilometer.

- Genannte Mehrkosten f&uuml;r die G&uuml;terverkehrsbranche: rund 112 Mio. Euro pro Jahr.

- DB InfraGO betreibt das deutsche Schienennetz.

- Die genehmigte Erl&ouml;sobergrenze liegt bei rund 8,2 Mrd. Euro (BNetzA-Vorgabe: rund 7,3 Mrd. Euro; DB-Antrag: rund 7,55 Mrd. Euro).

- Auch Regional- (+7,7%) und Fernverkehr (+5,3%) sind von h&ouml;heren Trassenpreisen betroffen.

- Das Urteil ist laut Gericht unanfechtbar.

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### Glossar

- [Kombiverkehr](https://www.frachtportal.com/de/glossary/kombiverkehr)
- [Spediteur](https://www.frachtportal.com/de/glossary/spediteur)
- [Schienengüterverkehr](https://www.frachtportal.com/de/glossary/schienengueterverkehr-5)
- [Verlader](https://www.frachtportal.com/de/glossary/verlader)

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