# EU-Parlament billigt Zolldeal mit den USA: Mehr Planungssicherheit, aber Stahlproblem bleibt

**Category:** Zoll  |  **Source:** Frachtportal Redaktion  |  **Published:** 2026-06-16  |  **Updated:** 2026-06-24

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> Das EU-Parlament hat den EU-US-Zolldeal gebilligt. Für die meisten EU-Waren gilt in den USA eine Obergrenze von 15 Prozent. Schutzklauseln bleiben bestehen.

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Das EU-Parlament hat am 16. Juni 2026 den lange umstrittenen Zolldeal mit den USA gebilligt. Damit setzt die Europ&auml;ische Union einen wichtigen Teil der Vereinbarung um, die bereits im Sommer 2025 ausgehandelt wurde.

F&uuml;r europ&auml;ische Exporteure bringt der Deal vor allem etwas mehr Planungssicherheit. Die USA wollen f&uuml;r die meisten Waren aus der EU einen maximalen Gesamtzoll von 15 Prozent anwenden. Dazu geh&ouml;ren wichtige Produkte wie Autos und Autoteile.

Im Gegenzug senkt oder streicht die EU ihre Z&ouml;lle auf zahlreiche Waren aus den USA. Betroffen sind vor allem Industrieprodukte sowie bestimmte Agrar- und Fischereiwaren.

Ganz erledigt ist der Zollstreit aber nicht. Besonders bei Stahl und Aluminium bleiben offene Fragen. Die USA haben in diesem Bereich teilweise deutlich h&ouml;here Z&ouml;lle eingef&uuml;hrt. F&uuml;r gewisse weiterverarbeitete Stahl- und Aluminiumprodukte hat die EU deshalb eine Schutzklausel eingebaut.

Falls die USA Ende 2026 weiterhin mehr als 15 Prozent Zoll auf diese Produkte verlangen, kann die EU ihre eigenen Zollverg&uuml;nstigungen wieder aussetzen. Die EU-Kommission muss dem Parlament zudem bis Anfang Dezember 2026 Bericht erstatten.

Wichtig ist deshalb: Die Aussage &laquo;Stahl maximal 15 Prozent&raquo; gilt nicht pauschal f&uuml;r s&auml;mtliche Stahlprodukte. Bei klassischem Stahl und Aluminium bestehen weiterhin hohe Belastungen und Unsicherheiten.

Der Deal l&auml;uft grunds&auml;tzlich bis zum 31. Dezember 2029. Danach endet er automatisch, sofern beide Seiten keine Verl&auml;ngerung vereinbaren. Diese zeitliche Begrenzung soll verhindern, dass die EU dauerhaft Zugest&auml;ndnisse macht, wenn sich die USA nicht an die Abmachungen halten.

F&uuml;r die Logistik ist das trotzdem eine gute Nachricht. Unternehmen k&ouml;nnen Lieferketten, Preise und Transporte zwischen Europa und den USA wieder etwas besser planen. Von echtem Freihandel kann bei einem Zollniveau von 15 Prozent allerdings keine Rede sein.

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F&uuml;r Exporteure und Spediteure bringt der Entscheid etwas mehr Klarheit. Wer Waren in die USA liefert, kann bei vielen Produkten mit einem maximalen Zollniveau von 15 Prozent rechnen.

Trotzdem sollten Zolltarifnummer und Produktgruppe immer einzeln gepr&uuml;ft werden. Besonders bei Stahl, Aluminium, Fahrzeugen und weiterverarbeiteten Metallprodukten gibt es weiterhin Sonderregeln.

Auch langfristige Angebote sollten nicht einfach mit einem festen Zollsatz kalkuliert werden. Der Deal enth&auml;lt Schutzklauseln und l&auml;uft nur bis Ende 2029.

Kurz gesagt: Der grosse Zollstreit ist vorerst entsch&auml;rft. Wirklich gel&ouml;st ist er aber noch nicht.

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- Das EU-Parlament hat den EU-US-Zolldeal am 16. Juni 2026 gebilligt.

- Die Abstimmung endete mit 440 Stimmen daf&uuml;r, 151 dagegen und 50 Enthaltungen.

- Die USA wollen auf die meisten EU-Waren einen maximalen Gesamtzoll von 15 Prozent anwenden.

- Die Regel gilt unter anderem f&uuml;r Autos und Autoteile.

- Die EU senkt im Gegenzug Z&ouml;lle auf zahlreiche US-Industrieprodukte.

- Auch bestimmte Agrar- und Fischereiwaren aus den USA erhalten Verg&uuml;nstigungen.

- F&uuml;r Stahl und Aluminium gilt die 15-Prozent-Grenze nicht pauschal f&uuml;r alle Produkte.

- Die EU kann Zollverg&uuml;nstigungen aussetzen, wenn die USA bei bestimmten Stahl- und Aluminiumprodukten Ende 2026 weiterhin mehr als 15 Prozent verlangen.

- Die EU-Kommission muss bis zum 1. Dezember 2026 &uuml;ber die Entwicklung bei Stahl und Aluminium berichten.

- Die Regelung l&auml;uft grunds&auml;tzlich bis zum 31. Dezember 2029.

- Eine Verl&auml;ngerung ist m&ouml;glich, muss aber neu vereinbart werden.

- Die formale Annahme durch den Rat der EU steht noch aus.

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