# Neue Bahnstrecken: Güterzugzahlen bleiben weit unter alten Prognosen

**Category:** Branchennews  |  **Source:** Deutscher Bundestag (hib)  |  **Published:** 2026-10-31  |  **Updated:** 2026-11-04

**Tags:** Schienengüterverkehr, DB InfraGO, Neubaustrecken, Erfurt, Nürnberg, Trassen, Logistik News, Transport News, Fracht News, Speditions News, Supply Chain News, Zoll News, Frachtportal News, Seefracht, Schienentransport

> Neue Strecken bedeuten nicht automatisch mehr Güterzüge. Bundeszahlen zeigen grosse Abstände zwischen früherer Planung und tatsächlicher Nutzung.

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Auf mehreren deutschen Bahnneubaustrecken fahren deutlich weniger G&uuml;terz&uuml;ge als urspr&uuml;nglich erwartet. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung hervor, &uuml;ber die der Bundestag am 22. Oktober berichtet hat. Die tats&auml;chlichen Fahrten beziehen sich auf 2025.

Zwischen Erfurt und Halle beziehungsweise Leipzig wurden 449 G&uuml;terz&uuml;ge im gesamten Jahr gez&auml;hlt. Die fr&uuml;here Prognose lag bei 131 pro Tag. Zwischen Ebensfeld und Erfurt waren es 651 Fahrten im Jahr gegen&uuml;ber fr&uuml;her erwarteten 168 t&auml;glich. Auch auf der Strecke Wendlingen–Ulm blieb der G&uuml;terverkehr deutlich hinter der Planung zur&uuml;ck.

Die Zahlen sind kein Beleg daf&uuml;r, dass diese Strecken insgesamt leer stehen. Sie betreffen den G&uuml;terverkehr. F&uuml;r N&uuml;rnberg–Ingolstadt nennt die Regierung zudem ein 2025 geltendes Tunnelbegegnungsverbot als Einschr&auml;nkung.

F&uuml;r Verlader zeigt der Vergleich vor allem: Eine neue Strecke allein garantiert noch keine brauchbare G&uuml;terverbindung. Entscheidend sind die tats&auml;chlich nutzbare Fahrzeit, passende Trassen und die Bedingungen f&uuml;r den eigenen Zug. Wer eine Transportkette auf die Bahn verlagern will, sollte sich deshalb ein konkretes Betriebskonzept vorlegen lassen. Dazu geh&ouml;ren auch der Vorlauf zum Terminal, die letzte Meile und ein Plan f&uuml;r Baustellen oder Umleitungen. Die Dispo braucht einen belastbaren Fahrplan f&uuml;r ihren Auftrag.

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Bei Bahnangeboten nach den tats&auml;chlich verf&uuml;gbaren Trassen und dem Umleitungskonzept fragen. Freie Streckenkapazit&auml;t auf dem Papier ist noch kein buchbarer Zug. Kurz gesagt: F&uuml;r den Verlader z&auml;hlt die fahrbare Verbindung.

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- Die Bundestagsmeldung erschien am 22. Oktober 2026.

- Die Istzahlen stammen aus 2025.

- Erfurt–Halle/Leipzig: 449 G&uuml;terz&uuml;ge im Jahr.

- Ebensfeld–Erfurt: 651 G&uuml;terz&uuml;ge im Jahr.

- Wendlingen–Ulm: 160 G&uuml;terz&uuml;ge im Jahr.

- F&uuml;r N&uuml;rnberg–Ingolstadt wird ein Tunnelbegegnungsverbot 2025 genannt.

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