# Neue Eskalation am Roten Meer: Welche Ausweichrouten bleiben?

**Category:** Operational Alerts  |  **Source:** U.S. Maritime Administration (MARAD) – Maritime Advisory 2026-006  |  **Published:** 2026-09-15  |  **Updated:** 2026-09-17

**Tags:** Bab al-Mandab, Rotes Meer, Huthi, Saudi-Arabien, Seefracht, Suezkanal, Kap der Guten Hoffnung, Jeddah, Yanbu, Ausweichroute, Kriegsrisiko, Lieferkette, Logistik News, Transport News, Fracht News, Speditions News, Supply Chain News, Zoll News, Frachtportal News, Digitalisierung, Zoll

> Die Lage am Bab al-Mandab verschärft sich. Besonders Transporte zu saudischen Häfen brauchen nun belastbare Ausweichrouten und mehr Zeitreserven.

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Die Lage am s&uuml;dlichen Eingang zum Roten Meer hat sich erneut versch&auml;rft. Die Huthi haben in wenigen Tagen die Hafenstadt Mokha und mehrere strategisch gelegene Inseln eingenommen. Damit k&ouml;nnen sie den Schiffsverkehr im Bab al-Mandab besser beobachten und bedrohen.

Die Meerenge ist nicht komplett geschlossen. Mehrere Handelsschiffe sind zuletzt weiterhin durchgefahren. Sicher ist die Passage deshalb aber nicht. Die aktive US-Schifffahrtswarnung nennt ballistische Raketen und Marschflugk&ouml;rper, unbemannte Luft-, &Uuml;berwasser- und Unterwasserfahrzeuge, Beschuss aus Booten, Sprengstoffanschl&auml;ge und erzwungene Enterversuche als m&ouml;gliche Gefahren.

Besonders im Fokus stehen Schiffe mit Verbindung zu Saudi-Arabien. Die Huthi hatten bereits im Juli eine Seeblockade gegen Schiffe angek&uuml;ndigt, welche saudische H&auml;fen bedienen. F&uuml;r Ladungen nach Jeddah und f&uuml;r &Ouml;ltransporte ab Yanbu wird die Planung damit schwieriger.

Die wichtigste Ausweichroute bleibt das Kap der Guten Hoffnung. Schiffe zwischen Asien und Europa umfahren dabei ganz Afrika. Laut Le Monde verl&auml;ngert sich die Reise um mindestens zehn Tage. Je nach Start- und Zielhafen k&ouml;nnen es deutlich mehr werden. Dazu kommen mehr Treibstoff, h&ouml;here Versicherungspr&auml;mien und zus&auml;ztliche Charterkosten.

F&uuml;r Ladungen in die Golfregion stehen Landbr&uuml;cken zur Verf&uuml;gung. Container k&ouml;nnen beispielsweise &uuml;ber Salalah, Sohar, Fujairah oder Jeddah entladen und per Lastwagen weitertransportiert werden. Solche L&ouml;sungen haben aber Grenzen. Die Kapazit&auml;ten sind kleiner, Zollverfahren werden komplizierter und auch die Lage rund um die Strasse von Hormus bleibt unsicher.

Dringende oder hochwertige Ware kann auf See-Luft-Verbindungen wechseln. Dabei l&auml;uft die Ware per Schiff bis zu einem sicheren Umschlagplatz und fliegt von dort weiter. Das spart Zeit, ist aber deutlich teurer.

Eine einfache Ersatzroute gibt es derzeit nicht. Verlader m&uuml;ssen zwischen Sicherheit, Laufzeit, Verf&uuml;gbarkeit und Kosten abw&auml;gen.

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F&uuml;r die Dispo heisst das: Keine Abfahrt allein nach dem urspr&uuml;nglichen Fahrplan planen. Reedereien k&ouml;nnen Schiffe kurzfristig umleiten, Buchungen stoppen oder die Ladung an einem anderen Hafen l&ouml;schen.

Vor der Buchung sollten Route, Umladehafen, Versicherungsschutz und Zuschl&auml;ge schriftlich best&auml;tigt werden. Bei K&uuml;hlcontainern sind Stromanschl&uuml;sse und freie Standzeiten besonders wichtig. Sonst drohen Lagergeld, Demurrage und Detention. Demurrage ist Lagergeld im Hafen, Detention betrifft die versp&auml;tete R&uuml;ckgabe des Containers.

Auch bei best&auml;tigten Buchungen sollte gen&uuml;gend Reserve eingeplant werden. F&uuml;r zeitkritische Ware lohnt sich eine getrennte L&ouml;sung: Ein Teil geht per Luftfracht, der Rest &uuml;ber das Kap.

**Kurz gesagt:** Bab al-Mandab ist nicht vollst&auml;ndig gesperrt, aber f&uuml;r eine normale und verl&auml;ssliche Transportplanung derzeit zu unsicher.

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- Die Huthi haben ihre Stellung an der jemenitischen K&uuml;ste und auf mehreren Inseln im Roten Meer ausgebaut.

- Die Hafenstadt Mokha wurde nach &uuml;bereinstimmenden Medienberichten von den Huthi eingenommen.

- Eine vollst&auml;ndige Sperrung des Bab al-Mandab ist nicht belegt.

- Einzelne Handelsschiffe passieren die Meerenge weiterhin.

- Die Huthi haben eine Seeblockade gegen Schiffe mit Bezug zu saudischen H&auml;fen angek&uuml;ndigt.

- Die US-Schifffahrtsbeh&ouml;rde MARAD f&uuml;hrt weiterhin eine aktive Warnung f&uuml;r das Rote Meer und Bab al-Mandab.

- Die Umfahrung &uuml;ber das Kap der Guten Hoffnung verl&auml;ngert Reisen zwischen Asien und Europa um mindestens rund zehn Tage.

- Die EU-Mission ASPIDES bietet auf Anfrage Schutz f&uuml;r ausgew&auml;hlte Handelsschiffe an. Eine sichere Passage kann daraus nicht abgeleitet werden.

- Reedereien setzen Landbr&uuml;cken sowie kombinierte See-Luft-Transporte als Ausweichl&ouml;sungen ein.

- Versicherer haben den Schutz f&uuml;r einzelne Transporte in der Region eingeschr&auml;nkt oder zur&uuml;ckgezogen.

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