# Rhein bei Kaub könnte am Freitag auf 18 Zentimeter fallen

**Category:** Operational Alerts  |  **Source:** Frachtportal Redaktion  |  **Published:** 2026-08-03  |  **Updated:** 2026-08-10

**Tags:** Rhein, Kaub, Niedrigwasser, Binnenschifffahrt, Pegelstand, Rheinschifffahrt, Transportkosten, Chemieindustrie, Stahlindustrie, Lieferkette, Logistik News, Transport News, Fracht News, Speditions News, Supply Chain News, Zoll News, Frachtportal News, Seefracht, LKW Transport, Schienentransport, Digitalisierung

> Der Pegel Kaub könnte am Freitag auf 18 cm fallen. Binnenschiffe müssen ihre Ladung weiter reduzieren, während Kosten und Lieferzeiten steigen.

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Am Rhein versch&auml;rft sich die Niedrigwasserlage weiter. Der Pegel an der wichtigen Engstelle Kaub lag am Montag bei rund 28 Zentimetern. Nach der Prognose der Wasserstrassen- und Schifffahrtsverwaltung soll er am Donnerstag auf bis zu 19 Zentimeter und am Freitag zeitweise auf 18 Zentimeter fallen.

Damit w&uuml;rde der bisherige Tiefstwert von 25 Zentimetern aus dem Oktober 2018 unterschritten. Noch handelt es sich jedoch um eine Vorhersage. Regenf&auml;lle oder ver&auml;nderte Zufl&uuml;sse k&ouml;nnen die tats&auml;chliche Entwicklung noch beeinflussen. gt zwischen Mainz und Koblenz und gilt als eine der entscheidenden Engstellen f&uuml;r die Rheinschifffahrt. Der Pegelwert entspricht dabei nicht direkt der tats&auml;chlichen Wassertiefe in der Fahrrinne. Trotzdem zeigt er, wie stark Schiffe beladen werden k&ouml;nnen.

F&uuml;r die Binnenschifffahrt bedeutet der niedrige Wasserstand, dass viele Schiffe nur noch einen kleinen Teil ihrer &uuml;blichen Ladung aufnehmen k&ouml;nnen. Nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer kann die Transportkapazit&auml;t bei starkem Niedrigwasser um bis zu 75 Prozent sinken. F&uuml;r die gleiche G&uuml;termenge werden dadurch deutlich mehr Schiffe und Fahrten ben&ouml;tigt. n sind besonders Masseng&uuml;ter wie Kohle, Erze, Mineral&ouml;lprodukte, Getreide und chemische Rohstoffe. Unternehmen aus der Chemie-, Stahl- und Mineral&ouml;lindustrie sind stark auf den Rhein angewiesen.

Die Folgen sind bereits aus fr&uuml;heren Niedrigwasserperioden bekannt: knapper Schiffsraum, h&ouml;here Frachtraten, Niedrigwasserzuschl&auml;ge und l&auml;ngere Lieferzeiten. Eine kurzfristige Verlagerung auf Bahn oder Lkw ist nur begrenzt m&ouml;glich, weil dort weder gen&uuml;gend Fahrzeuge noch ausreichend freie Kapazit&auml;ten vorhanden sind.

Der IfW-&Ouml;konom Stefan Kooths sch&auml;tzt, dass ein l&auml;nger anhaltendes Niedrigwasser das deutsche Bruttoinlandprodukt im dritten Quartal um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte d&auml;mpfen k&ouml;nnte. Das ist eine wirtschaftliche Einsch&auml;tzung und noch kein tats&auml;chlich eingetretener Schaden. die Frachtportal User****

Spediteure und Verlader sollten nicht nur auf den offiziellen Pegelstand schauen. Entscheidend sind die tats&auml;chlich angebotene Schiffsraumkapazit&auml;t, der zul&auml;ssige Tiefgang des eingesetzten Schiffes und m&ouml;gliche Niedrigwasserzuschl&auml;ge.

Bei laufenden Buchungen sollten die Reedereien oder Befrachter nach der best&auml;tigten Lademenge gefragt werden. Bereits gebuchte Mengen k&ouml;nnen auf mehrere Schiffe verteilt oder zeitlich verschoben werden.

Auch Anschlusstransporte m&uuml;ssen gepr&uuml;ft werden. Versp&auml;tete Bargen k&ouml;nnen zu verpassten Terminalslots, fehlenden Rohstoffen oder zus&auml;tzlichen Lagerkosten f&uuml;hren. Wer zeitkritische Ware transportiert, sollte Bahn- und Strassenalternativen fr&uuml;hzeitig abkl&auml;ren und Kunden &uuml;ber m&ouml;gliche Mehrkosten informieren.

Kurz gesagt: Die 18 Zentimeter sind noch eine Prognose, aber die verf&uuml;gbaren Transportkapazit&auml;ten auf dem Rhein werden bereits jetzt knapper und teurer.

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F&uuml;r die Dispo wird es jetzt schwieriger, verl&auml;ssliche Laufzeiten und Kapazit&auml;ten zu planen. Viele Binnenschiffe k&ouml;nnen bei diesem Wasserstand nur noch einen Teil ihrer normalen Ladung aufnehmen. Dadurch werden f&uuml;r dieselbe G&uuml;termenge mehr Schiffe oder zus&auml;tzliche Fahrten ben&ouml;tigt.

Verlader sollten bei laufenden Buchungen pr&uuml;fen, welche Lademenge tats&auml;chlich best&auml;tigt ist. Bereits gebuchte Mengen k&ouml;nnen auf mehrere Schiffe verteilt oder zeitlich verschoben werden. Auch Niedrigwasserzuschl&auml;ge und kurzfristige Preis&auml;nderungen sind m&ouml;glich.

Besonders kritisch ist die Situation bei Masseng&uuml;tern, Mineral&ouml;lprodukten, chemischen Rohstoffen, Stahl und Baustoffen. Eine Verlagerung auf Bahn oder Lkw ist nur begrenzt m&ouml;glich, weil dort ebenfalls Kapazit&auml;ten fehlen k&ouml;nnen.

Spediteure sollten ihre Kunden fr&uuml;hzeitig &uuml;ber m&ouml;gliche Versp&auml;tungen, Mehrkosten und reduzierte Schiffsraumkapazit&auml;ten informieren. Auch Anschlusstransporte, Terminalslots und Lagerfristen m&uuml;ssen &uuml;berpr&uuml;ft werden. Versp&auml;tete Bargen k&ouml;nnen schnell zus&auml;tzliche Stand-, Lager- oder Umschlagskosten verursachen.

**Kurz gesagt: Der Rekordwert von 18 cm ist noch eine Prognose. Die operativen Folgen des Niedrigwassers sind aber bereits jetzt sp&uuml;rbar.**

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**Fakten, Listen, Beweise**

- Der Pegel Kaub lag am 3. August 2026 bei rund 28 cm.

- F&uuml;r Donnerstag, den 6. August, werden zeitweise 19 cm erwartet.

- F&uuml;r Freitag, den 7. August, weist die Prognose Werte bis 18 cm aus.

- Der bisherige Tiefstwert bei Kaub betr&auml;gt 25 cm.

- Dieser Wert wurde am 22. Oktober 2018 gemessen.

- Die 18 cm sind eine Prognose beziehungsweise Absch&auml;tzung und noch kein gemessener Rekord.

- Bei starkem Niedrigwasser kann die Transportkapazit&auml;t von Binnenschiffen laut DIHK um bis zu 75 Prozent sinken.

- Besonders betroffen sind Chemie-, Stahl- und Mineral&ouml;lunternehmen.

- Die Folgen sind h&ouml;here Transportkosten, l&auml;ngere Lieferzeiten und m&ouml;gliche Engp&auml;sse.

- Das IfW h&auml;lt bei anhaltender Trockenheit einen BIP-D&auml;mpfer von 0,1 bis 0,2 Prozentpunkten im dritten Quartal f&uuml;r m&ouml;glich.

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