# SBB Cargo streicht rund 50 Bedienpunkte: Einzelwagenladungsverkehr wird deutlich umgebaut

**Category:** Unternehmen   |  **Source:** Frachtportal Redaktion  |  **Published:** 2026-05-27  |  **Updated:** 2026-06-24

**Tags:** SBB, Schweizer Güterverkehr, SBB Cargo, Einzelwagenladungsverkehr, Bahntransport, Logistik News, Transport News, Fracht News, Speditions News, Supply Chain News, Zoll News, Frachtportal News, Luftfracht, Schienentransport

> SBB Cargo baut den Einzelwagenladungsverkehr per Dezember 2026 um. Rund 50 Bedienpunkte fallen weg, rund 200 Mitarbeitende sind betroffen.

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SBB Cargo baut den Einzelwagenladungsverkehr in der Schweiz deutlich um. Ab dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2026 soll ein neues Produktionsmodell gelten. Ziel der SBB ist es, die Auslastung zu erh&ouml;hen, Kosten zu senken und den G&uuml;terverkehr langfristig wirtschaftlicher zu machen.

Konkret werden rund 50 von heute etwa 280 Bedienpunkten im Einzelwagenladungsverkehr nicht mehr angefahren. Das sind knapp 18 Prozent des bisherigen Netzes. Die betroffenen Orte sollen aber nicht komplett von der Bahn abgeschnitten werden. Auf Kundenwunsch k&ouml;nnen sie weiterhin mit ganzen Z&uuml;gen bedient werden. F&uuml;r einzelne Wagenladungen f&auml;llt die regelm&auml;ssige Bedienung jedoch weg.

F&uuml;r rund 200 Mitarbeitende bringt der Umbau Ver&auml;nderungen. Laut SBB betrifft dies etwa 130 Personen in der Deutschschweiz, 40 im Tessin und 30 in der Westschweiz. Meist geht es um Arbeitsortwechsel. K&uuml;ndigungen sollen laut Unternehmen die Ausnahme bleiben. Betroffen sind unter anderem Lokpersonal in Brig, Buchs SG und Chiasso sowie Rangierpersonal an mehreren Standorten.

Der Hintergrund ist klar: Der Schieneng&uuml;terverkehr steht finanziell stark unter Druck. Im Jahr 2025 erzielte der G&uuml;terverkehr der SBB einen Verlust von 126 Millionen Franken. Bereits 2024 war SBB Cargo Schweiz im Einzelwagenladungsverkehr defizit&auml;r. Der Bund unterst&uuml;tzt den EWLV deshalb befristet. F&uuml;r die Jahre 2026 bis 2029 stehen 260 Millionen Franken zur Verf&uuml;gung.

SBB Cargo spricht von einer St&auml;rkung des Einzelwagenladungsverkehrs. Kritiker sehen das anders. SRF zitiert den G&uuml;terverkehrsexperten Richard Seebacher mit der Einsch&auml;tzung, dass durch den Abbau von Bedienpunkten zwar kurzfristig Kosten sinken, gleichzeitig aber Kundenumsatz wegbrechen k&ouml;nne. Er sagt sinngem&auml;ss: F&uuml;r die Kunden wird das Angebot verschlechtert.

Genau hier liegt der Knackpunkt. Der Einzelwagenladungsverkehr ist aufwendig. Einzelne Wagen werden bei Kunden abgeholt, gesammelt, sortiert, weitergeleitet und am Ziel wieder zugestellt. Das ist personalintensiv und teuer. F&uuml;r viele Verlader ist es aber ein wichtiger Zugang zur Schiene, gerade wenn sie keinen ganzen Zug f&uuml;llen k&ouml;nnen.

Wenn weniger Bedienpunkte direkt angefahren werden, kann das f&uuml;r einzelne Unternehmen bedeuten, dass Bahntransporte komplizierter oder weniger attraktiv werden. M&ouml;gliche Folgen sind mehr Vorlauf und Nachlauf per Lkw, l&auml;ngere Planungszeiten oder im schlimmsten Fall eine komplette Verlagerung auf die Strasse.

F&uuml;r die Schweizer Verkehrspolitik ist das heikel. Einerseits soll mehr G&uuml;terverkehr auf die Schiene. Andererseits wird das fl&auml;chendeckende Angebot im Einzelwagenladungsverkehr reduziert. Die SBB argumentiert, dass ohne Umbau das gesamte EWLV System langfristig gef&auml;hrdet w&auml;re. Kritiker warnen, dass genau dieser Umbau Kunden von der Schiene wegdr&uuml;cken k&ouml;nnte.

F&uuml;r Verlader und Spediteure ist jetzt wichtig, die eigenen Bahnrelationen fr&uuml;h zu pr&uuml;fen. Wer heute einzelne Wagen &uuml;ber SBB Cargo laufen l&auml;sst, sollte kl&auml;ren, ob der eigene Bedienpunkt ab Dezember 2026 weiter bedient wird, ob sich Laufzeiten &auml;ndern und ob zus&auml;tzliche Lkw Strecken n&ouml;tig werden.

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F&uuml;r Verlader ist das ein sehr praktisches Thema. Wer heute Einzelwagen &uuml;ber SBB Cargo verschickt, sollte nicht bis Ende 2026 warten. Jetzt pr&uuml;fen: Wird mein Bedienpunkt weiterhin angefahren? &Auml;ndern sich Laufzeiten? Brauche ich k&uuml;nftig mehr Lkw Vorlauf oder Nachlauf?

F&uuml;r Spediteure entsteht Beratungsbedarf. Kunden werden Alternativen brauchen, etwa kombinierte L&ouml;sungen aus Lkw und Bahn, Ganzzugkonzepte, Terminalanbindungen oder komplett neue Transportketten.

F&uuml;r die Branche ist die Botschaft zwiesp&auml;ltig. SBB Cargo will den Einzelwagenladungsverkehr retten, indem sie ihn kleiner und effizienter macht. F&uuml;r einzelne Kunden kann sich das aber wie ein Abbau anf&uuml;hlen.

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- Der neue Einzelwagenladungsverkehr startet per Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026.

- Rund 50 von etwa 280 Bedienpunkten werden im EWLV nicht mehr angefahren. Das entspricht knapp 18 Prozent.

- Betroffene Orte k&ouml;nnen auf Kundenwunsch weiterhin mit ganzen Z&uuml;gen bedient werden.

- Rund 200 Mitarbeitende sind betroffen, mehrheitlich durch Arbeitsortwechsel. K&uuml;ndigungen sollen laut SBB die Ausnahme bleiben.

- Der G&uuml;terverkehr der SBB erzielte 2025 einen Verlust von 126 Millionen Franken.

- Der Bund unterst&uuml;tzt den Einzelwagenladungsverkehr f&uuml;r die Jahre 2026 bis 2029 mit 260 Millionen Franken.

- SRF berichtet, dass fast ein F&uuml;nftel der Verladestellen nicht mehr bedient wird und dadurch mehr Lastwagenfahrten drohen k&ouml;nnten.

- G&uuml;terverkehrsexperte Richard Seebacher warnt bei SRF, dass durch weniger Bedienpunkte Kundenumsatz wegbrechen k&ouml;nne und sich das Angebot f&uuml;r Kunden verschlechtere.

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