# Abidjan (CI ABJ)

**UN/LOCODE:** CI ABJ  
**Land:** Cote D'Ivoire  
**Gewässer:** North Atlantic Ocean  
**Hafengrösse:** Large  
**Hafentyp:** Canal or Lake  
**GPS:** 5.2500, -4.0167

Mit 1'697'131 TEU im Jahr 2025 – ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber den 1'646'304 TEU des Vorjahres – bleibt Abidjan zum zweiten Mal in Folge über der Millionen-TEU-Marke und der grösste Containerhafen Westafrikas. Der autonome Hafen an der Ébrié-Lagune ist der wirtschaftliche Dreh- und Angelpunkt der Region und zugleich der wichtigste Seezugang für die Binnenländer Mali und Burkina Faso, deren Transitgüter über die Strasse und die Bahnlinie Abidjan–Ouagadougou (Sitarail) ins Hinterland laufen. Kakao prägt den Export wie kein anderes Gut (rund 40 Prozent), ergänzt durch Kaffee, Kautschuk, Palmöl und Bananen, weshalb temperaturgeführte Ware und eine leistungsfähige Kühlkette eine grosse Rolle spielen. Das zweite Containerterminal TC2 wird von Côte d'Ivoire Terminal (CIT), einem Gemeinschaftsunternehmen von AGL und APM Terminals, betrieben; im Juli 2025 rüstete CIT mit zwei STS-Kränen und neun RTGs nach — insgesamt acht STS und 27 RTGs — während die Hafenbehörde PAA 2 Millionen TEU bis 2027 anpeilt. Im Sommer 2026 empfing der Bulk-Terminal erstmals einen Capesize-Frachter (MV DEYI DILIGENCE, 289 m × 45 m), was die wachsende Massengut-Kapazität belegt. Für die Zollabwicklung ist die ivorische Zollverwaltung zuständig, mit eigenen Transitregimes für die Sahel-Länder. Laut Kühn+Nagel kletterte die durchschnittliche Wartezeit auf Reede bis Ende August 2026 auf rund 7 Tage (Spitzenwerte bis 11 Tage); Anfang September 2026 sank der 7-Tage-Schnitt auf rund 4,25 Tage — eine rund um die Uhr laufende Lkw-Zirkulation verbessert die Frachtzuflüsse und der Rückstau wird schrittweise abgebaut; Verlader sollten dennoch angemessene Puffer einplanen. Ab April 2026 setzen staatlich angeordnete Bargen in den Hafengewässern ein, um Stauungen abzubauen; zwei neue Schlepper (Mai 2026) verbessern die maritime Abfertigung. Als naheliegender Gateway für Mali, Burkina Faso und Niger steht Abidjan trotz wachsender Konkurrenz von Tema (Ghana), Lomé und Dakar an der Spitze Westafrikas.

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