# Lobito (AO LOB)

**UN/LOCODE:** AO LOB  
**Land:** Angola  
**Gewässer:** South Atlantic Ocean  
**Hafengrösse:** Small  
**Hafentyp:** Coastal (Natural)  
**GPS:** -12.3333, 13.5667

Eine 1'300 Kilometer lange Bahnlinie verbindet Lobito mit der Grenze zur DR Kongo bei Luau und reicht über die wiederaufgebaute Benguela-Bahn bis in den Kupfergürtel von Kolwezi. Dieser Tiefwasserhafen an der angolanischen Atlantikküste ist der westliche Endpunkt des Lobito-Korridors und hat sich zum bevorzugten Exportweg für Kupfer und Kobalt aus Kongo und Sambia entwickelt. Betreiber von Bahn und Mineralienterminal ist die Lobito Atlantic Railway (LAR), ein Konsortium aus Trafigura, Mota-Engil und Vecturis, das über 555 Mio. USD in Infrastruktur und Rollmaterial investiert. Über den Korridor sollen jährlich rund 1,5 Mio. Tonnen Fracht laufen – neben Kupfer und Kobalt auch Schwefel, Dünger, Nahrungsmittel und Industriegüter. Mit einer Fahrwassertiefe von rund 18 Metern fertigt der Hafen grosse Bulk- und Breakbulk-Carrier ab. Die Schienenanbindung verkürzt die Transitzeit von Kolwezi an die Küste auf etwa sieben Tage und bildet damit den kürzesten Weg des kongolesischen Bergbaus zu einem Atlantikhafen. Für Containerverkehre und allgemeine Importe nach Angola bleiben Luanda und Namibe die etablierten Anlaufpunkte, während Walvis Bay in Namibia als konkurrierender Korridor gilt. Spediteure mit Mineralien- oder Projektladung aus dem südlichen Zentralafrika finden in Lobito einen zunehmend leistungsfähigen Exportkanal.

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