Logistik-GlossarDE1 Min. LesezeitStand: 22. Juni 2026
Bestandsabrufsystem
Ein Bestandsabrufsystem ist ein vertraglich geregeltes Nachschubmodell, bei dem der Abnehmer Lieferungen nicht auf Basis von Prognosen, sondern anhand des tatsächlichen Verbrauchs oder vorab vereinbarter Abrufpläne auslöst.
Kurzantwort
Zuletzt aktualisiert: Veröffentlicht:
Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bestandsabrufsystem-40801
Kategorie
Logistik-Konzept
Lesezeit
1 min
Wörter
88
Erwähnt in
–
Definition & Erklärung
Ein Bestandsabrufsystem ist ein vertraglich geregeltes Nachschubmodell, bei dem der Abnehmer Lieferungen nicht auf Basis von Prognosen, sondern anhand des tatsächlichen Verbrauchs oder vorab vereinbarter Abrufpläne auslöst. Abrufaufträge werden typischerweise per EDI oder über ein Lieferantenportal übermittelt; der Lieferant erfüllt sie innerhalb vertraglich definierter Lieferfristen. Der Abnehmer profitiert von reduzierten Lagerkosten und geringerer Planungsunsicherheit, der Lieferant von stabilen, kalkulierbaren Auftragsvolumina. Im Unterschied zu rein bedarfsgetriebenen Pull-Systemen wie Kanban sind beim Bestandsabrufsystem Abrufregeln, Mengengrenzen und Mindestmengen vertraglich fixiert. Das Modell ist besonders in der Automobilindustrie und der Elektronikfertigung verbreitet.
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