Logistik-GlossarDE1 Min. LesezeitStand: 19. Okt. 2026
Führerstandsignalisierung
Führerstandsignalisierung überträgt die für die Zugfahrt massgeblichen Signalinformationen – Geschwindigkeit, Haltebefehle, Streckenfreigaben – digital und kontinuierlich direkt in den Führerstand der Lokomotive, statt sie über klassische Signale am Streckenrand anzuzeigen.
Kurzantwort
Zuletzt aktualisiert:
Quelle: BAV (bav.admin.ch): «Digitalisierung der Bahn nimmt Fahrt auf», 13.10.2026; ERTMS/ETCS-Grundlagen
Kategorie
Logistik-Konzept
Lesezeit
1 min
Wörter
96
Erwähnt in
–
Definition & Erklärung
Führerstandsignalisierung überträgt die für die Zugfahrt massgeblichen Signalinformationen – Geschwindigkeit, Haltebefehle, Streckenfreigaben – digital und kontinuierlich direkt in den Führerstand der Lokomotive, statt sie über klassische Signale am Streckenrand anzuzeigen. Der Lokführer sieht die Information auf einem Bildschirm im Führerstand; ein automatisches Zugbeeinflussungssystem überwacht zusätzlich die Einhaltung. Das Verfahren ist Kernbestandteil von ERTMS/ETCS Level 2 und höher. Es erlaubt einen dichteren Zugverkehr, da Züge nicht mehr auf fest abgesteckte Blockabschnitte mit Aussensignalen angewiesen sind, und bereitet weitere Automatisierungsschritte im Bahnbetrieb vor. In der Schweiz verzichten neu geplante oder erneuerte Strecken im Normalspurnetz zunehmend auf klassische Aussensignale.
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