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FreihandelsabkommenAktualisiert 15. Oktober 2025

CETA (EU–Kanada) — Freihandelsabkommen kompakt

Das Comprehensive Economic and Trade Agreement beseitigt rund 98 % der Zölle zwischen EU und Kanada und öffnet die öffentliche Beschaffung.

Das Comprehensive Economic and Trade Agreement beseitigt rund 98 % der Zölle zwischen EU und Kanada und öffnet die öffentliche Beschaffung.

Parteien: EU (27) ↔ Kanada. In Kraft seit: 2017 (vorläufig angewandt).

Parteien
EU (27) ↔ Kanada
In Kraft seit
2017 (vorläufig angewandt)
Ursprungsnachweis
Ursprungserklärung (EUR) / Statement of Origin

01Worum es geht

Das Comprehensive Economic and Trade Agreement beseitigt rund 98 % der Zölle zwischen EU und Kanada und öffnet die öffentliche Beschaffung.

Freihandelsabkommen (FTAs) wie dieses reduzieren tarifäre Handelshemmnisse und setzen gemeinsame Standards für nicht-tarifäre Themen (Normen, öffentliche Ausschreibungen, Investitionsschutz). Für Exporteure bedeutet das konkret: niedrigere Zölle, schnellere Abfertigung, kalkulierbarere Compliance — sofern die Ursprungsregeln eingehalten werden.

02Wichtigste Vorteile

  • Zollfreiheit für den Grossteil industrieller Waren
  • Anerkennung technischer Normen und Konformitätsbewertungen
  • Öffentliche Ausschreibungen beidseitig offen
  • Geschützte geografische Herkunftsangaben (z. B. Schwarzwälder Schinken)

03Ursprungsnachweis und Praxis

EU-Warenverkehr: REX-Registrierung + Ursprungserklärung auf der Handelsrechnung (ab 6.000 EUR Grenze).

Achten Sie darauf, dass die Ursprungsregeln produktspezifisch im Anhang des Abkommens geregelt sind — ein allgemeingültiger "Prozentwert" existiert in der Regel nicht. Bei komplexen Produkten mit Vormaterial aus Drittstaaten sollten Sie eine Herkunftskalkulation dokumentieren.

04Für welche Unternehmen lohnt es sich?

Das Abkommen lohnt sich vor allem für Unternehmen mit regelmässigen Exporten oder Importen zwischen den beteiligten Märkten und Produkten, deren Zollsatz im "Normalfall" ≥ 3–5 % liegt. Bei elektronischen Produkten mit oft bereits 0-%-MFN-Zöllen liegt der Nutzen primär in der Regulierungs-Kohärenz, nicht im Zollabbau.

Häufige Fragen

Wann gilt ein Produkt als präferenzberechtigt?

Immer dann, wenn es die im Abkommen definierten produktspezifischen Ursprungsregeln erfüllt (z. B. vollständig gewonnen oder hinreichend be-/verarbeitet im Exportland). Bei Drittland-Komponenten gilt meist eine Wertregel (z. B. "max. 40 % Nicht-Ursprungs-Wert") oder eine Kapitel-Änderungsregel.

Themen

CETAEU-KanadaFreihandelREXUrsprungserklärung

Weiterführende Ressourcen