01Warum Entsorgung und Recycling besondere Logistik erfordert
Entsorgungslogistik bewegt Abfälle und Recyclingströme — oft grenzüberschreitend und mit anspruchsvollen Dokumentationspflichten (Basler Übereinkommen, Annex-Listen).
Die Anforderungen unterscheiden sich deutlich von klassischer Stückgut-Logistik: andere Dokumente, anderes Equipment, andere Sicherheitsstandards.
02Typische Waren und Transportströme
Haupt-Commodities: Altmetall, Altpapier, Altkunststoffe, Elektroaltgeräte (WEEE), Batterien, gefährliche Abfälle.
Die Ströme gehen oft von wenigen Produktions- und Rohstoffquellen zu globalen Distributionszentren. Entsprechend spielen Transit-Zeit, Frequenz und Kapazitäts-Buchungen eine entscheidende Rolle.
03Equipment und Verpackung
Rollcontainer, Skips, Pressballen (Papier, Metall, Kunststoff), Gefahrgut-Fässer, Tanks für Flüssigabfälle.
Die Wahl des Equipments beeinflusst unmittelbar Transportkosten, CO₂-Bilanz und Schadensquote. Empfehlung: mit dem Frachtführer ein Equipment-Konzept abstimmen, bevor das erste Angebot eingeholt wird.
04Compliance und regulatorischer Rahmen
Wichtige Regelwerke: Basler Übereinkommen, EU-Abfallverbringungsverordnung 1013/2006, Anhang III/IV, Notifizierungen, ADR für Gefahrabfälle.
Neben den oben genannten Normen sind häufig branchenspezifische Zertifikate und Audits (z. B. Lieferanten-Audits, AEO, TAPA) für den Marktzugang unabdingbar.
Häufige Fragen
Welchen Incoterm wähle ich für Entsorgung und Recycling?
In der Praxis hat sich DAP / FCA etabliert. Die finale Wahl hängt aber von Land, Vertriebsmodell und steuerlicher Situation ab — lassen Sie die Klausel vor Vertragsabschluss von Zoll und Steuerberatung prüfen.
Welche Regulierungen sind am kritischsten?
Die genannten Rahmenwerke — insbesondere Basler Übereinkommen, EU-Abfallverbringungsverordnung 1013/2006 — sollten Sie in Ihre SOP und Ihr Audit-Programm fest integrieren.