01Warum Luft- und Raumfahrt besondere Logistik erfordert
AOG-Transporte ("Aircraft on Ground") mit Lieferzeiten unter 24 h, sperrige Triebwerke, strenge Exportkontrollen (ITAR, EU Dual-Use), dokumentierte Rückverfolgbarkeit ab Teilenummer.
Die Anforderungen unterscheiden sich deutlich von klassischer Stückgut-Logistik: andere Dokumente, anderes Equipment, andere Sicherheitsstandards.
02Typische Waren und Transportströme
Haupt-Commodities: Triebwerke, Fahrwerke, Avionik, Komposit-Strukturen, Satelliten-Komponenten.
Die Ströme gehen oft von wenigen Produktions- und Rohstoffquellen zu globalen Distributionszentren. Entsprechend spielen Transit-Zeit, Frequenz und Kapazitäts-Buchungen eine entscheidende Rolle.
03Equipment und Verpackung
Triebwerks-Stands, Spezial-ULDs, Shock-Loader, stossfeste Containersysteme.
Die Wahl des Equipments beeinflusst unmittelbar Transportkosten, CO₂-Bilanz und Schadensquote. Empfehlung: mit dem Frachtführer ein Equipment-Konzept abstimmen, bevor das erste Angebot eingeholt wird.
04Compliance und regulatorischer Rahmen
Wichtige Regelwerke: EU Dual-Use-VO 2021/821, ITAR, EASA Part 145, AOG-Priorisierung, ULD-Zertifikate.
Neben den oben genannten Normen sind häufig branchenspezifische Zertifikate und Audits (z. B. Lieferanten-Audits, AEO, TAPA) für den Marktzugang unabdingbar.
Häufige Fragen
Welchen Incoterm wähle ich für Luft- und Raumfahrt?
In der Praxis hat sich FCA oder DAP etabliert. Die finale Wahl hängt aber von Land, Vertriebsmodell und steuerlicher Situation ab — lassen Sie die Klausel vor Vertragsabschluss von Zoll und Steuerberatung prüfen.
Welche Regulierungen sind am kritischsten?
Die genannten Rahmenwerke — insbesondere EU Dual-Use-VO 2021/821, ITAR — sollten Sie in Ihre SOP und Ihr Audit-Programm fest integrieren.