Logistik-GlossarDE1 Min. LesezeitStand: 18. Aug. 2026
Erzwingungsstreik
Bleiben die Tarifverhandlungen in den Seehäfen auch nach mehreren Warnstreiks ergebnislos, kann die Gewerkschaft zum Erzwingungsstreik übergehen.
Kurzantwort
Zuletzt aktualisiert:
Quelle: Frachtportal News: "Sechs deutsche Seehäfen gehen in den 24-Stunden-Warnstreik"
Kategorie
Laufzeit prüfen: City-to-City Transit-Index
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Definition & Erklärung
Bleiben die Tarifverhandlungen in den Seehäfen auch nach mehreren Warnstreiks ergebnislos, kann die Gewerkschaft zum Erzwingungsstreik übergehen. Gemeint ist ein grundsätzlich unbefristeter Arbeitskampf, der nicht mehr nur Druck signalisieren, sondern den Abschluss eines Tarifvertrags tatsächlich erzwingen soll. Anders als der zeitlich eng begrenzte Warnstreik setzt der Erzwingungsstreik in Deutschland in der Regel das förmliche Scheitern der Verhandlungen und eine Urabstimmung unter den Gewerkschaftsmitgliedern voraus. Für die Logistik ist der Unterschied erheblich: Ein 24-Stunden-Warnstreik lässt sich meist mit Puffern und verschobenen Slots auffangen, ein mehrtägiger oder unbefristeter Ausstand legt Terminalumschlag, Hinterlandverkehre und Schiffsabfertigung dagegen strukturell lahm und erzwingt Umleitungen auf Alternativhäfen.
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