Logistik-GlossarDE1 Min. LesezeitStand: 18. Juni 2026
Ursprungskontrolle nachträglich
Eine nachträgliche Ursprungskontrolle ist die behördliche Überprüfung von Ursprungsnachweisen und Präferenzansprüchen nach dem Eingang der Waren im Bestimmungsland.
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Quelle: https://www.customs.gov/faq/origin-control
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Definition & Erklärung
Eine nachträgliche Ursprungskontrolle ist die behördliche Überprüfung von Ursprungsnachweisen und Präferenzansprüchen nach dem Eingang der Waren im Bestimmungsland. Zollbehörden leiten solche Verfahren ein, wenn konkrete Zweifel an der Echtheit eines Ursprungszeugnisses bestehen, aber auch im Rahmen risikobasierter Stichprobenkontrollen ohne vorherigen Verdacht. Geprüft werden Lieferkettendokumente, EUR.1-Zertifikate oder Ursprungserklärungen, Produktionsunterlagen und Buchführung beim Importeur oder – über behördliche Amtshilfe – direkt beim ausländischen Exporteur oder Hersteller. Ergibt die Kontrolle, dass Präferenzzölle zu Unrecht beansprucht wurden, fordert die Behörde die Differenz zum Normaltarif zuzüglich Zinsen und allenfalls Bussen nach – ein erhebliches finanzielles Risiko, das Importeure und Spediteure durch sorgfältige Dokumentation und regelmässige interne Compliance-Audits minimieren sollten.
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