TF · ATF
Forschungs- und Fischereigebiet ohne kommerzielle Logistik
Hauptstadt: keine
Kurzprofil
Die Französischen SĂŒd- und Antarktisgebiete (TAAF, ISO-Code TF) sind eine französische Ăberseekörperschaft mit Sonderstatus und gliedern sich in fĂŒnf Distrikte: Crozet, Kerguelen, Saint-Paul und Amsterdam, Terre AdĂ©lie (Antarktis) sowie die Ăles Ăparses im Indischen Ozean. Sie haben keine stĂ€ndige Bevölkerung; lediglich rund 40 bis 100 Wissenschaftler und Logistikpersonal halten sich saisonal auf den Stationen auf. Verwaltet werden die Gebiete von einem PrĂ€fekten als Administrateur supĂ©rieur mit Sitz in Saint-Pierre auf La RĂ©union. Als ĂŒberseeisches Land und Gebiet (OCT) sind die TAAF mit der EU assoziiert, gehören aber weder zum EU-Zollgebiet noch zum EU-Steuergebiet und gelten zollrechtlich als Drittland. Die WĂ€hrung ist der Euro. Wirtschaftlich dominieren wissenschaftliche Forschung und die lizenzierte Fischerei auf Schwarzen Seehecht (lĂ©gine). Die Versorgung erfolgt ausschliesslich per Schiff: die Subantarktis-Inseln ĂŒber das Forschungsschiff Marion Dufresne ab La RĂ©union, die antarktische Station Dumont d'Urville ĂŒber die L'Astrolabe ab Hobart in Tasmanien. Kommerziellen Linien- oder Frachtverkehr gibt es nicht.
ErwÀhnte LÀnder
Import-System
Zollrechtlich Drittland gegenĂŒber der EU. Der Zolltarif wird vom Administrateur supĂ©rieur per Erlass festgelegt; Abwicklung praktisch ĂŒber La RĂ©union.
Export-System
Kein kommerzieller Export ausser Fisch (lĂ©gine); Versorgung der Stationen ĂŒber La RĂ©union (Marion Dufresne) und Hobart (Terre AdĂ©lie).
Einfuhrsteuer / MwSt
Als EU-OCT zoll- und kontingentfreier Zugang zum EU-Markt; Ursprungsregeln nach dem OCT-Assoziationsbeschluss der EU.
Strenger Naturschutz: Einfuhr von Tieren, Pflanzen, Erde und biologischem Material stark reglementiert (Naturreservat Terres australes).
Französische und EU-Exportkontroll- und Sanktionsregeln gelten; Terre Adélie zusÀtzlich Antarktisvertrag und Madrid-Protokoll.
Ohne GewĂ€hr â bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Ăberblick fĂŒr internationale Sendungen. Je nach Zielland (Ozeanien, Nahost oder andere Regionen) können AblĂ€ufe, Vorabmeldungen und Dokumente abweichen.
Hinweis: Anforderungen hÀngen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und EmpfÀnger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/ĂŒbergreifende Quellen. LĂ€nderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergĂ€nzt.
Extreme Abgeschiedenheit, nur wenige Schiffsrotationen pro Jahr; Versorgung witterungsabhÀngig. Keine kommerzielle Infrastruktur, begrenzte Notfallhilfe.
Subantarktische StĂŒrme (Roaring Forties), hoher Wellengang; Terre AdĂ©lie wegen Meereis nur Oktober bis MĂ€rz erreichbar.
Versorgung 2026: Marion Dufresne ab Le Port (La RĂ©union) fĂŒr die Subantarktis-Inseln, L'Astrolabe ab Hobart fĂŒr Terre AdĂ©lie; rund vier bis fĂŒnf Rotationen pro Saison.
Stand: 2026-06-22
Operative Hinweise â kein Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Alle News ansehen âOffizielle Quellen
Quellenangaben ohne GewĂ€hr. FĂŒr rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Nein, es gibt keinen regulĂ€ren Handelsverkehr. EingefĂŒhrt werden nur VersorgungsgĂŒter fĂŒr die Forschungsstationen; der einzige nennenswerte Export ist lizenzierter Fisch (lĂ©gine).
Ausschliesslich per Schiff: Die Subantarktis-Inseln (Crozet, Kerguelen, Amsterdam) werden von der Marion Dufresne ab La Réunion versorgt, die Antarktisstation Dumont d'Urville von der L'Astrolabe ab Hobart in Tasmanien.
Nein. Als ĂŒberseeisches Land und Gebiet (OCT) sind sie mit der EU assoziiert, gehören aber nicht zum EU-Zoll- oder Steuergebiet und gelten zollrechtlich als Drittland.
Nein, die TAAF liegen ausserhalb des EU-Steuergebiets, es wird keine EU-Mehrwertsteuer erhoben. Lieferungen dorthin gelten als Ausfuhr aus der EU.
Nein. Es existiert kein Linien- oder Frachtflughafen; der gesamte GĂŒter- und Personentransport lĂ€uft ĂŒber die Versorgungsschiffe.
Die Inseln stehen unter strengem Naturschutz (Naturreservat Terres australes). Die Einfuhr von Tieren, Pflanzen, Erde und biologischem Material ist stark reglementiert und genehmigungspflichtig.
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