01Worum es geht
FuelEU Maritime verpflichtet Schiffe über 5.000 GT ab 2025 zu fallender Well-to-Wake-GHG-Intensität ihrer Energie an Bord.
Nachhaltigkeit in der Logistik ist kein Nice-to-have mehr: Regulatoren, Kunden und Investoren fordern transparente Daten, belastbare Roadmaps und messbare Reduktions-Fortschritte. Fehlende oder schwache Angaben führen zu Nachfragen, verlorenen Ausschreibungen oder Reputationsschäden.
02Geltungsbereich und Anwendung
Reduktion 2 % ab 2025, 6 % ab 2030, 14,5 % ab 2035 — Basisjahr 2020. Pooling über Flotten möglich.
Für Verlader und LSP entsteht Handlungsdruck, sowohl regulatorisch als auch durch Kunden- und Investoren-Anforderungen. Frühzeitige Integration in Beschaffung, Tender-Prozess und Reporting zahlt sich aus — sowohl in Risikoreduktion als auch in Imagegewinn. CSRD-, CDP-, EcoVadis- und SBTi-Fragen werden zunehmend zum festen Bestandteil von RFPs, und auch Banken ziehen ESG-KPIs in Kreditentscheidungen ein.
03Umsetzung in der Praxis
Starten Sie mit einer Daten-Inventur: Transport-Volumen, Modi, Ursprung und Ziel, verwendete Equipments, Energiemix. Bauen Sie darauf eine CO₂-Baseline nach GLEC Framework bzw. ISO 14083 auf, definieren Sie klare Reduktionspfade (z. B. Modal-Shift-Anteil, SAF-/HVO-Quote, Flotten-Elektrifizierung) und implementieren Sie belastbare Reporting-Strukturen.
Für Nachweise eignen sich unabhängige Zertifizierungen wie Smart Freight Centre, ISCC+, Bonsucro oder ISO 14001. Achten Sie auf Plausibilitäts-Checks: Emissionsfaktoren, Allokations-Regeln und Datengüte entscheiden über die Glaubwürdigkeit jeder Aussage.
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