Logistik-GlossarDE1 Min. LesezeitStand: 22. Juni 2026
Kumulation EUR.1
Ein Exporteur in Marokko verarbeitet EU-Stoffe zu Fertigware und fragt sich, ob das Endprodukt dennoch als marokkanischen Ursprungs gilt – genau hier greift die Kumulation EUR.1.
Kurzantwort
Zuletzt aktualisiert: Veröffentlicht:
Quelle: https://ec.europa.eu/taxation_customs/business/calculation-customs-duties/rules-origin/cumulation_en
Kategorie
Logistik-Konzept
Lesezeit
1 min
Wörter
107
Erwähnt in
–
Definition & Erklärung
Ein Exporteur in Marokko verarbeitet EU-Stoffe zu Fertigware und fragt sich, ob das Endprodukt dennoch als marokkanischen Ursprungs gilt – genau hier greift die Kumulation EUR.1. Diese Ursprungsregel erlaubt es, Vormaterialien, die bereits Ursprungseigenschaft in einem Vertragsstaat eines Präferenzabkommens erworben haben, bei der Weiterverarbeitung in einem anderen Vertragsstaat anzurechnen. Das Endprodukt kann so die Ursprungsanforderungen erfüllen, auch wenn die Produktionsschritte auf mehrere Länder verteilt sind. Zollverantwortliche und Exporteure nutzen die Kumulation gezielt, um Präferenzzollsätze – bis hin zur vollständigen Zollbefreiung – beim Import in das Partnerland zu sichern. Besonders bedeutsam ist sie im Pan-Euro-Med-Raum, sie kommt aber auch in anderen Freihandelsabkommen der EU mit Drittstaaten zum Tragen.
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