Logistik-GlossarDE1 Min. LesezeitStand: 26. Juni 2026
bilaterale Kumulation
Im Rahmen eines Präferenzhandelsabkommens kommt die bilaterale Kumulation ins Spiel, sobald Produzenten in beiden Vertragsländern arbeitsteilig fertigen und gemeinsam die Ursprungsschwellen erreichen wollen.
Kurzantwort
Zuletzt aktualisiert: Veröffentlicht:
Quelle: https://www.wto.org/english/tratop_e/markgloss_e/cumulation_e.htm
Kategorie
Logistik-Konzept
Lesezeit
1 min
Wörter
104
Erwähnt in
–
Definition & Erklärung
Im Rahmen eines Präferenzhandelsabkommens kommt die bilaterale Kumulation ins Spiel, sobald Produzenten in beiden Vertragsländern arbeitsteilig fertigen und gemeinsam die Ursprungsschwellen erreichen wollen. Das Prinzip: Vormaterialien und Wertschöpfung aus dem einen Partnerland dürfen mit jenen des anderen zusammengerechnet werden. Ein Textilunternehmen kann etwa Garn aus Land A in Land B zu Stoff verweben und das Endprodukt trotzdem als Ursprungsware deklarieren, sofern die kumulierte Verarbeitung die Anforderungen erfüllt. Bilaterale Kumulation gilt ausschliesslich zwischen zwei Ländern, die miteinander ein Präferenzabkommen geschlossen haben – nicht zu verwechseln mit der diagonalen Kumulation, die ein Netz mehrerer Partnerländer einschliesst, oder der vollständigen Kumulation, die zusätzlich auch einzelne Verarbeitungsstufen zusammenrechnet.
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