Logistik-GlossarDE1 Min. LesezeitStand: 14. Sept. 2026
Schiffsrecycling
Schiffsrecycling bezeichnet das kontrollierte Abwracken ausgedienter Schiffe und die Wiederverwertung der gewonnenen Werkstoffe, vor allem Stahl, Kupfer, Aluminium und Maschinenbauteile.
Kurzantwort
Zuletzt aktualisiert:
Quelle: Frachtportal-News «EU startet maritime Industrieallianz für Schiffe und Häfen» (14.09.2026); Europäische Kommission, EU Industrial Maritime Strategy COM(2026)111
Kategorie
Logistik-Konzept
Lesezeit
1 min
Wörter
112
Erwähnt in
–
Definition & Erklärung
Schiffsrecycling bezeichnet das kontrollierte Abwracken ausgedienter Schiffe und die Wiederverwertung der gewonnenen Werkstoffe, vor allem Stahl, Kupfer, Aluminium und Maschinenbauteile. Der Prozess beginnt mit der Entgiftung: Asbest, PCB, Altöl, Kältemittel und Restbrennstoffe müssen entfernt werden, bevor der Rumpf zerlegt wird. Rechtlicher Rahmen sind die Hongkong-Konvention der IMO und in Europa die EU-Schiffsrecycling-Verordnung, die für Schiffe unter EU-Flagge eine Abwrackung in zugelassenen Anlagen vorschreibt; jedes Schiff führt dazu ein Gefahrstoffinventar mit. Weltweit findet der grösste Teil des Abwrackens weiterhin in Südasien statt, was wegen Arbeitsschutz und Umweltschäden kritisiert wird. Für Reedereien ist der Restwert eines Schiffes ein Kalkulationsfaktor bei Flottenerneuerung und Verschrottungsentscheid. Abzugrenzen ist das Schiffsrecycling von der Wrackbeseitigung, die havarierte Schiffe betrifft.
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