Logistik-GlossarDE1 Min. LesezeitStand: 26. Juni 2026
Übermittlung der verifizierten Bruttomasse (VGM)
Ein Verlader, der einen Container zur Seefracht anmeldet, ist verpflichtet, die verifizierte Bruttomasse (VGM, Verified Gross Mass) des beladenen Containers zu ermitteln und sie vor einem vom Terminal festgelegten Cut-off dem Reeder sowie dem Terminalbetreiber zu übermitteln.
Kurzantwort
Zuletzt aktualisiert: Veröffentlicht:
Quelle: https://www.imo.org/en/OurWork/Safety/Pages/VGM.aspx
Kategorie
Logistik-Konzept
Lesezeit
1 min
Wörter
131
Erwähnt in
–
Definition & Erklärung
Ein Verlader, der einen Container zur Seefracht anmeldet, ist verpflichtet, die verifizierte Bruttomasse (VGM, Verified Gross Mass) des beladenen Containers zu ermitteln und sie vor einem vom Terminal festgelegten Cut-off dem Reeder sowie dem Terminalbetreiber zu übermitteln. Diese Pflicht ist in SOLAS Kapitel VI, Regel 2.5 verankert und seit 2016 weltweit verbindlich – das Ziel ist die Vermeidung von Überlastungsunfällen und Stapelinstabilitäten an Bord. Zur Ermittlung stehen zwei Methoden offen: die Wägung des kompletten beladenen und versiegelten Containers (Methode 1) oder die rechnerische Addition der gewogenen Einzelpakete plus Taragewicht des Containers (Methode 2). Fristen variieren je nach Hafen und Reederei, liegen aber häufig mehrere Stunden bis zu einem Tag vor dem Verschiffungsdatum. Fehlt die VGM oder weicht sie erheblich vom tatsächlichen Gewicht ab, kann der Container von der Verladung ausgeschlossen werden.
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