PM · SPM
Insel-Versorgung / Fischerei-Export (Nordatlantik)
Hauptstadt: Saint-Pierre
Kurzprofil
St. Pierre und Miquelon (ISO-Code: PM) liegen vor der Südostküste Kanadas im Nordwestatlantik, südlich von Neufundland. Politisch ist das Gebiet ein französisches Überseegebiet mit eigener Verwaltung und Autonomie in wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten. Das Klima ist subarktisch-maritim mit kalten Wintern, kühlen Sommern und häufigen Niederschlägen, insbesondere Schnee im Winter. Wirtschaftlich basiert St. Pierre und Miquelon auf Fischerei, Dienstleistungen, Tourismus und begrenzter Landwirtschaft, während Industrie nur eine untergeordnete Rolle spielt. Im Aussenhandel exportiert das Gebiet vor allem Fischprodukte und Dienstleistungen, während es für Konsumgüter, Energie und Industrieprodukte stark von Importen abhängig ist. Logistisch erfolgt die Anbindung über Häfen, Fährverbindungen und einen kleinen Flughafen, wodurch die Regionen für den transatlantischen Verkehr nur begrenzte Transitfunktionen erfüllen. Die Landeswährung ist der Euro (EUR), parallel wird der Kanadische Dollar in der Praxis genutzt. Strategische Investitionen konzentrieren sich auf Hafeninfrastruktur, Transport und Logistik, um die Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Direction générale des douanes et droits indirects (DGDDI) – Douane Saint-Pierre-et-MiquelonImport-System
Eigenes Zollgebiet ausserhalb der EU-Zollunion; volle Zoll- und Steuerautonomie der Gebietskörperschaft. Einfuhren werden nach lokalem Zolltarif verzollt.
Export-System
Ausfuhrabfertigung über die französische Zollverwaltung. Ursprungswaren aus dem PTOM gelangen zollfrei in die EU (nicht reziprokes Überseeassoziierungs-Regime).
Einfuhrsteuer / MwSt
PTOM-Ursprungswaren erhalten zollfreien EU-Marktzugang (Überseeassoziierung). Präferenznachweis über Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 oder Ursprungserklärung.
Es gelten französische und international übliche Verbote und Beschränkungen (Waffen, Betäubungsmittel, geschützte Arten nach CITES). Sanitäre Kontrollen bei Lebensmitteln und Tieren.
Frankreich wendet die EU- und UN-Sanktions- und Exportkontrollregime an; keine landesspezifischen Sanktionen gegen Saint-Pierre und Miquelon.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen. Je nach Zielland (Ozeanien, Nahost oder andere Regionen) können Abläufe, Vorabmeldungen und Dokumente abweichen.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Hauptrisiken: Wetter (Stürme, dichter Nebel, Schnee und Eis) mit Flug- und Fährenausfällen; hohe Importabhängigkeit; kleines Marktvolumen; Umschlag über kanadische Häfen (Halifax).
Subarktisch-maritim: harte Winter mit Schnee und Eis, häufiger dichter Nebel (v.a. Frühsommer), Herbststürme (auch Reste tropischer Wirbelstürme). Verspätungen im Luft- und Seeverkehr.
Seefracht-Hauptlinie nach Halifax (Kanada) im Rahmen einer staatlich gestützten DSP; Europa-Anbindung ab Le Havre. Luftfracht über Air Saint-Pierre ab Pointe-Blanche.
Stand: 2026-06-28
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Nein. Das Gebiet liegt ausserhalb des EU-Mehrwertsteuergebiets und erhebt keine TVA. Stattdessen werden Einfuhren nach einem lokalen Zolltarif sowie über lokale Verbrauchsabgaben besteuert.
Nein. Als der EU assoziiertes Überseegebiet (PTOM) ist es nicht Teil der EU-Zollunion und nicht des Schengen-Raums. Die Gebietskörperschaft hat volle Zoll- und Steuerautonomie.
Gesetzliches Zahlungsmittel ist der Euro (EUR). In der Praxis wird im Grenzverkehr mit Kanada teils auch der Kanadische Dollar verwendet.
Die Hauptseefrachtlinie verbindet den Hafen von Saint-Pierre mit Halifax (Kanada) im Rahmen einer staatlich gestützten öffentlichen Dienstleistungskonzession. Zusätzlich besteht eine Linie ab Le Havre (Frankreich).
Air Saint-Pierre bedient ab dem Flughafen Saint-Pierre Pointe-Blanche (FSP) Ziele in Kanada wie Montreal, Halifax und St. John's und bietet auch Luftfracht an. Die Piste wurde 2006 auf rund 2'100 Meter verlängert.
Ursprungswaren aus dem PTOM erhalten zollfreien Zugang zum EU-Markt (Überseeassoziierung, nicht reziprok). Erforderlich ist ein Präferenznachweis wie die Warenverkehrsbescheinigung EUR.1.
Das subarktisch-maritime Klima bringt harte Winter mit Schnee und Eis, häufigen dichten Nebel und Herbststürme. Flug- und Fährverbindungen können ausfallen, weshalb Pufferzeiten eingeplant werden sollten.
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