Hafen Chittagong erhöht Terminalkapazitäten und setzt auf RFID
Bangladesch investiert weiter in seine maritime Infrastruktur. Der Hafen Chittagong hat im Januar 2026 die täglichen Terminalzeiten um vier Stunden verlängert. Parallel dazu wurde im Inland Container Depot Dhaka ein flächendeckendes RFID Tracking System eingeführt.
Mit der Ausweitung der Betriebszeiten reagiert die Hafenbehörde auf steigende Containerumschläge und wachsenden Exportdruck aus der Textilindustrie. Längere Gate Öffnungszeiten verbessern die Slot Verfügbarkeit für Spediteure und reduzieren Wartezeiten im Vorstau.
Das neue RFID System im ICD Dhaka ermöglicht eine nahezu lückenlose Sendungsverfolgung. Containerbewegungen werden automatisch erfasst und in das Terminal Operating System integriert. Laut Betreibern sinkt die durchschnittliche Suchzeit nach Containern um bis zu 95 Prozent. Das beschleunigt die Abfertigung und erhöht die Umschlagleistung.
Für die Supply Chain in Bangladesch ist dies ein wichtiger Schritt. Chittagong gilt als zentrales Exportdrehkreuz des Landes. Effizientere Prozesse verbessern die Planbarkeit von Vorlauf, Hauptlauf und Nachlauf. Besonders für zeitkritische Sendungen Richtung Europa und Nordamerika ist eine stabile Hafenlogistik entscheidend.
Auch im Zusammenspiel mit dem Flughafen Dhaka Hazrat Shahjalal entsteht ein engeres Logistiknetz. Luftfracht und Seefracht werden besser koordiniert, insbesondere bei multimodalen Transportketten.
Die Modernisierung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts im regionalen Vergleich. Emerging Markets investieren zunehmend in digitale Infrastruktur, um internationale Qualitätsstandards zu erreichen.
