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Hauptstadt: Hamilton
Bermuda (ISO-Code: BM) ist ein britisches Überseegebiet im Nordatlantik, etwa 1’000 km östlich der US-Küste bei North Carolina gelegen. Das Archipel besteht aus rund 138 Inseln, die durch Brücken und Dämme miteinander verbunden sind. Politisch untersteht Bermuda dem Vereinigten Königreich, verfügt jedoch über weitgehende Selbstverwaltung und ein eigenes Parlament. Das Klima ist subtropisch mit milden Wintern und warmen, feuchten Sommern, was die Insel zu einem attraktiven Standort für Tourismus macht. Wirtschaftlich ist Bermuda vor allem im Finanz- und Versicherungssektor stark, während die lokale Industrie begrenzt ist. Der Aussenhandel ist stark importabhängig, insbesondere für Nahrungsmittel, Energie und Konsumgüter. Dank der geografischen Lage dient Bermuda nur eingeschränkt als transatlantischer Umschlagplatz, vor allem für Luftfracht zwischen Nordamerika und Europa. Die Landeswährung ist der Bermuda-Dollar (BMD), der fest an den US-Dollar gekoppelt ist, was Handel und Zahlungsverkehr erleichtert. Bermuda spielt eine bedeutende Rolle als Offshore-Finanzzentrum und bietet durch seine stabile Infrastruktur logistische Vorteile für spezialisierte Lieferketten.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Amerika. Je nach Zielland können zusätzliche Sicherheits-/Vorabmeldungen, Lizenz-/Produktanforderungen oder Broker-Prozesse gelten.
Import-System
Einfuhrabfertigung durch das Bermuda Customs Department. Tarifierung nach dem Harmonisierten System (HS) mit GATT-Zollwertregeln. Der Einfuhrzoll ist die zentrale Abgabe und liefert rund 20 Prozent der Staatseinnahmen.
Export-System
Geringe Eigenexporte (vor allem Dienstleistungen). Warenausfuhr und Re-Exporte über See- und Luftfracht mit Zollanmeldung beim Bermuda Customs Department.
Einfuhrsteuer / MwSt
Kein eigenes Freihandelsabkommen; Bermuda ist nicht Teil der EU-Zollunion und nicht CARICOM-Mitglied. Ursprungsnachweise spielen mangels Präferenzregelungen kaum eine Rolle.
Beschränkungen u.a. für Waffen, Munition und Drogen sowie für Pflanzen, Tiere und bestimmte Lebensmittel (Quarantäne/Biosecurity). Einzelne Güter sind einfuhrgenehmigungspflichtig.
Als UK-Überseegebiet setzt Bermuda UK- und UN-Sanktionen um (International Sanctions Act 2003, OT Orders in Council). Die FSIU verwaltet die Finanzsanktionen.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Hohe Importabhängigkeit und begrenzte Hafen- und Containerkapazität (Umschlag vor allem in Hamilton). Lieferketten stark von der US-Ostküste abhängig; Engpässe bei Wetter möglich.
Subtropisch; die atlantische Hurrikansaison Juni bis November kann See- und Luftfracht verzögern. Auch Nordatlantik-Winterstürme sind möglich.
Stand 2026: stabile Versorgung per Seefracht ab der US-Ostküste (v.a. Raum New York/New Jersey) und Luftfracht über BDA. Containerumschlag konzentriert auf Hamilton.
Stand: 2026-06-22
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Quellen
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Zuständig ist das Bermuda Customs Department (H.M. Customs) im Ministry of Finance mit Hauptsitz in Hamilton. Es erhebt den Einfuhrzoll, der rund 20 Prozent der Staatseinnahmen ausmacht, und vollzieht Ein- und Ausfuhrverbote.
Nein. Bermuda kennt weder Mehrwertsteuer noch Sales Tax. Die zentrale Einfuhrabgabe ist der Zoll. Ein häufiger Satz liegt bei rund 25 Prozent, viele Lebensmittel bei 5 bis 15 Prozent, Medikamente und Bücher bei 0 Prozent.
Bermuda tarifiert nach dem Harmonisierten System (HS) und bewertet die Waren nach den GATT-Zollwertregeln. Auf die meisten per See- oder Luftfracht eingeführten Güter kommt zusätzlich eine Wharfage-Gebühr von 1,25 Prozent.
Der Seeumschlag läuft fast vollständig über Hamilton, den einzigen Containerhafen der Insel. St. George's / Freeport dient Stückgut und Yachten, der Royal Naval Dockyard vor allem der Kreuzfahrt. Luftfracht läuft über den L.F. Wade International Airport (BDA).
Ja. Als UK-Überseegebiet setzt Bermuda UK- und UN-Sanktionen um. Rechtsgrundlage sind der International Sanctions Act 2003 und die Overseas Territories Orders in Council; die Financial Sanctions Implementation Unit (FSIU) verwaltet die Finanzsanktionen.
Nein. Bermuda hat kein eigenes Freihandelsabkommen, ist nicht Teil der EU-Zollunion und nicht CARICOM-Mitglied. Präferenzielle Ursprungsnachweise spielen daher kaum eine Rolle.
Bermuda ist stark importabhängig und auf die US-Ostküste ausgerichtet, mit begrenzter Hafen- und Containerkapazität in Hamilton. Die Hurrikansaison von Juni bis November kann See- und Luftfracht verzögern.
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