MK · MKD
Binnenland-Transitmarkt Balkan, Korridor X und VIII
Hauptstadt: Skopje
Kurzprofil
Nordmazedonien (ISO-Code: MK) liegt auf der Balkanhalbinsel in Südosteuropa und grenzt an Albanien, Bulgarien, Griechenland, Kosovo und Serbien. Politisch ist das Land eine parlamentarische Republik mit stabilen demokratischen Institutionen und EU-Annäherungsbestrebungen. Das Klima ist überwiegend kontinental mit heissen Sommern, kalten Wintern und regionalen Niederschlagsunterschieden. Wirtschaftlich spielen Industrie, Landwirtschaft und Dienstleistungen eine zentrale Rolle, wobei Bergbau, Maschinenbau und Nahrungsmittelproduktion besonders wichtig sind. Nordmazedonien ist stark exportorientiert, insbesondere in den Bereichen Metallerzeugnisse, Textilien und landwirtschaftliche Produkte, während Importe vor allem Energie, Maschinen und Konsumgüter betreffen. Die logistische Bedeutung ergibt sich aus dem Transit über Strassen und Eisenbahnlinien, die das Land mit wichtigen Balkanrouten verbinden. Der Aussenhandel ist für die wirtschaftliche Entwicklung essenziell, und das Land zeigt eine moderate Importabhängigkeit. Die Transitfunktion ist vor allem regional relevant und unterstützt den Warenfluss zwischen West- und Südosteuropa. Die Landeswährung ist der Denar (MKD). Internationale Investitionen und Infrastrukturprojekte tragen zunehmend zur logistischen Integration in die Region bei.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Import-System
Elektronische Einfuhrabwicklung der Zollverwaltung per Einheitspapier (SAD). Nordmazedonien ist seit 1.7.2015 Mitglied des Gemeinsamen Versandverfahrens und nutzt NCTS (Phase 5 seit 13.1.2025).
Export-System
Ausfuhr per Einheitspapier (SAD); gemeinsames Versandverfahren über NCTS. Präferenzieller Handel mit der EU (SAA), EFTA und innerhalb der CEFTA.
Einfuhrsteuer / MwSt
EUR.1, EUR-MED und Ursprungserklärung auf der Rechnung. PEM-Konvention mit revidierten Ursprungsregeln seit 1.1.2025. Abkommen: SAA mit der EU, EFTA-Freihandelsabkommen, CEFTA.
Genehmigungspflichten u.a. für Waffen und Militärgüter, Dual-Use-Güter, Suchtstoffe, geschützte Arten (CITES), Kulturgüter sowie veterinär- und phytosanitär kontrollierte Waren.
Als EU-Beitrittskandidat richtet sich Nordmazedonien nach der EU-Aussen- und Sicherheitspolitik und übernimmt die EU-Sanktionen, inkl. Russland-Massnahmen; nationale Dual-Use-Exportkontrolle.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Europa. Je nach Zielland (z.B. Zollunion, Einfuhrumsatzsteuer, Produktvorschriften) können Abläufe und Dokumente variieren.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Hauptrisiken sind Grenz- und Zollstaus an den Übergängen (z.B. Tabanovce zu Serbien, Bogorodica/Gevgelija zu Griechenland), die Abhängigkeit vom Transit über Drittlandhäfen sowie Witterung im Winter auf dem Korridor X.
Kontinentales Klima: kalte, teils schneereiche Winter können Pass- und Korridorstrecken beeinträchtigen; heisse, trockene Sommer.
Seit dem 13.1.2025 NCTS Phase 5 aktiv; revidierte PEM-Ursprungsregeln seit 1.1.2025. EU-Beitrittskandidat mit laufender Annäherung des Zollrechts. Keine landesweite Störung verifiziert (Stand 2026-06-26).
Stand: 2026-06-26
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Nein. Nordmazedonien ist kein EU-Mitglied, sondern EU-Beitrittskandidat. Seit 2004 besteht ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU; zudem ist das Land Mitglied der CEFTA und über ein EFTA-Freihandelsabkommen verbunden.
Der Regelsatz beträgt 18 Prozent. Daneben gelten ermässigte Sätze von 10 und 5 Prozent für bestimmte Waren und Leistungen (z.B. Grundnahrungsmittel, Arzneimittel). Erhoben wird die MWST durch die Öffentliche Einnahmenverwaltung (UJP).
Die Zollverwaltung (Carinska uprava) wickelt Deklarationen elektronisch über das Einheitspapier (SAD) ab. Für den Transit ist Nordmazedonien seit dem 1. Juli 2015 Mitglied des Gemeinsamen Versandverfahrens und nutzt das NCTS (Phase 5 seit 13. Januar 2025).
Nein, Nordmazedonien ist ein Binnenland ohne eigenen Seehafen. Überseesendungen laufen vor allem über die Häfen Thessaloniki (Griechenland) und Durres (Albanien) und werden von dort per Strasse oder Schiene weitertransportiert.
Wichtigste Achse ist der Pan-Europäische Korridor X (Tabanovce - Skopje - Gevgelija) in Nord-Süd-Richtung, der Serbien mit Griechenland verbindet. In Ost-West-Richtung verläuft der Korridor VIII von Albanien über Skopje nach Bulgarien.
Üblich sind die Warenverkehrsbescheinigung EUR.1, EUR-MED und die Ursprungserklärung auf der Rechnung. Seit dem 1. Januar 2025 gelten die revidierten Ursprungsregeln der PEM-Konvention, die eine Kumulierung mit der EU, EFTA und der CEFTA ermöglichen.
Ja. Als EU-Beitrittskandidat richtet sich Nordmazedonien nach der EU-Aussen- und Sicherheitspolitik und übernimmt die EU-Sanktionen, etwa gegen Russland. Dual-Use- und Militärgüter unterliegen einer nationalen Ausfuhrkontrolle.
Die Landeswährung ist der Mazedonische Denar (MKD). Er ist faktisch an den Euro gekoppelt; der Euro ist im Handel verbreitet, aber kein gesetzliches Zahlungsmittel.
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