Der EU-US Handelspakt steht vor einem wichtigen letzten Schritt. Mitte Juni soll das Europaparlament über die nötige Gesetzgebung abstimmen. Der Handelsausschuss hat bereits zugestimmt. Damit ist der Weg für die Plenarabstimmung grundsätzlich frei.
Für die EU geht es darum, höhere US-Zölle zu vermeiden. Die USA hatten der EU eine Frist bis 4. Juli gesetzt. Wenn die EU ihre Zusagen nicht umsetzt, drohen neue oder höhere Zölle auf europäische Waren.
Der Deal geht auf eine Vereinbarung vom Juli 2025 zurück. Die EU soll Importzölle auf viele US-Industriegüter senken oder streichen. Im Gegenzug sollen die USA bei den meisten EU-Waren bei einem Zollsatz von 15 Prozent bleiben.
Ganz ruhig ist die Lage trotzdem nicht. Die USA prüfen parallel neue Zölle wegen angeblich ungenügender Massnahmen gegen Zwangsarbeit in Lieferketten. EU-Vertreter weisen diese Vorwürfe zurück und sagen klar, dass zusätzliche US-Zölle nicht akzeptabel wären.
Für Verlader und Spediteure ist das Thema wichtig, weil es direkt auf Kalkulationen, Zollkosten und Lieferketten wirkt. Wer Waren zwischen der EU und den USA bewegt, braucht Planungssicherheit. Genau darum ist diese Abstimmung so relevant.
Kurz gesagt: Der Handelspakt ist noch nicht ganz durch, aber er ist nahe dran. Wenn das Europaparlament zustimmt, ist ein wichtiger Schritt gemacht, um eine neue Zolleskalation zwischen EU und USA zu vermeiden.
