Ein 24-stündiger Arbeitskampf bei Qantas-Tochtergesellschaften hat am 24. September vier grosse australische Flughäfen betroffen. Beschäftigte in Sydney, Brisbane, Adelaide und Perth legten die Arbeit nieder. Nach Gewerkschaftsangaben ging es um höhere Löhne, sicherere Arbeitsplätze und bessere Sicherheitsstandards.
Beteiligt waren Mitarbeitende von Qantas Ground Services, Australian air Express und teilweise QantasLink. Australian air Express ist im Fracht- und Expressbereich tätig. Deshalb war der Ausstand nicht nur ein Passagierthema. Bodenabfertigung, Sortierung, Übergaben und Rampenprozesse konnten ebenfalls langsamer laufen.
Ein eintägiger Streik endet zwar nach 24 Stunden, der Rückstau kann aber länger bleiben. Verpasste Flüge, nicht aufgebaute Ladeeinheiten und umgebuchte Sendungen müssen nachträglich abgearbeitet werden. Bei verderblicher Ware oder Ersatzteilen ist das besonders kritisch.
Für internationale Spediteure kommt die lange Entfernung hinzu. Eine verpasste Verbindung innerhalb Australiens kann auch den Anschluss an einen Interkontinentalflug kosten. Sendungsverfolgung und direkte Rücksprache mit Airline oder Handlingagent bleiben deshalb wichtig.
Bei Expressware kann eine Umleitung über Melbourne helfen, verursacht aber zusätzlichen Inlandtransport. Ob das schneller ist, muss für jede Sendung einzeln gerechnet werden.