Uber Freight will sein europäisches Geschäft als Fourth Party Logistics Provider, kurz 4PL, ausbauen. Ein 4PL-Anbieter steuert für einen Verlader mehrere Frachtführer, Spediteure und Verkehrsträger als übergeordnete Stelle. Für 2027 ist in Krakau ein neuer Control Tower mit Betriebszentrum geplant.
Ein Control Tower ist kein Hochhaus, sondern eine zentrale Leitstelle. Dort laufen Transportdaten, Abweichungen und Kundenmeldungen zusammen. Uber Freight will ausserdem Produkt- und Entwicklungsteams ausbauen und sein Transport Management System, kurz TMS, für europäische Verlader verbessern.
Krakau ergänzt die bestehenden europäischen Aktivitäten in den Niederlanden. Als ersten Wachstumsbereich nennt Uber Freight die Chemie. Dort müssen grenzüberschreitende Strassentransporte, Bahnverkehre und kurze Seeverbindungen zusammenpassen. Der Chemiehersteller OXEA hat Uber Freight bereits mit einer 4PL-Lösung für Nordamerika und Europa beauftragt.
Warum Polen? Dazu nennt das Unternehmen keine ausführliche Begründung. Naheliegend sind die Lage in Mittel- und Osteuropa, verfügbare Fachkräfte und die Nähe zu wichtigen Strassen- und Bahnverbindungen. Das ist aber eine Einordnung, keine bestätigte Standortbegründung. Für Kunden wird entscheidend sein, ob die zentrale Steuerung bei Störungen wirklich schneller reagiert und lokale Kenntnisse nicht verloren gehen.
