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Hauptstadt: Jerusalem
Israel (ISO-Code: IL) liegt im Nahen Osten an der östlichen Küste des Mittelmeers und grenzt an Libanon, Syrien, Jordanien, Palästinensische Gebiete und Ägypten. Politisch ist Israel eine parlamentarische Demokratie mit stabilen Institutionen, starker Verwaltung und aktiver Rolle in regionalen und internationalen Organisationen. Das Klima variiert von mediterran an der Küste über semiarid in den zentralen Regionen bis zu Wüstenbedingungen im Süden. Wirtschaftlich ist Israel stark diversifiziert, mit Schwerpunkten in Hochtechnologie, Industrie, Landwirtschaft, Dienstleistungen und Verteidigung. Der Aussenhandel ist bedeutend, Exporte bestehen vor allem aus Technologie, Pharmazeutika, Diamanten und Agrarprodukten, während das Land bei Energie, Rohstoffen und Konsumgütern importabhängig ist. Strategisch wichtige Häfen wie Haifa und Ashdod sowie ein ausgebautes Strassen- und Schienennetz sichern die Transit- und Logistikfunktion für nationale und internationale Lieferketten. Die Landeswährung ist der Israelische Neue Schekel (ILS), der stabile wirtschaftliche Transaktionen ermöglicht. Israel profitiert von seiner geographischen Lage als Schnittstelle zwischen Europa, Asien und Afrika. Infrastruktur, innovative Wirtschaft und strategische Lage stärken die logistische und wirtschaftliche Bedeutung des Landes.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Asien. Je nach Zielland sind Produktanforderungen, Zertifikate und Freigabeprozesse teils stark unterschiedlich.
Import-System
Elektronische Abfertigung über das Single-Window 'Shaar Olami' (Global Gateway) der Zollbehörde; Anmeldung mit Smartcard und digitaler Signatur, seit Januar 2018 obligatorisch.
Export-System
Ausfuhranmeldungen ebenfalls über das System Shaar Olami (Global Gateway); Tarifierung nach dem Customs and Purchase Tax Tariff auf HS-Basis.
Einfuhrsteuer / MwSt
Präferenznachweis EUR.1 oder Ursprungserklärung (PEM-Modell); FTA u.a. mit USA, EU, EFTA inkl. Schweiz, UK, Türkei, Mercosur, UAE, Kanada, Südkorea.
Standardprüfung (SII) und Einfuhrlizenzen u.a. für Lebensmittel, Pharma, Telekom und Fahrzeuge; Beschränkungen für Waffen, Dual-Use-Güter und bestimmte Agrarimporte.
Verteidigungs-/Militärgüter über DECA (Verteidigungsministerium), zivile Dual-Use-Güter über das Wirtschaftsministerium; Israel übernimmt die Wassenaar-Liste und setzt UNO-Sanktionen um.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Regionale Sicherheitslage und Raketenbedrohung belasten Lieferketten; die Rotmeer-/Houthi-Krise legte den Hafen Eilat faktisch lahm, Seefracht läuft über Haifa und Ashdod am Mittelmeer.
Mediterranes Klima mit Regen Oktober bis April und heissen trockenen Sommern; Wüstenklima im Süden (Negev), gelegentliche Sand- und Staubstürme.
Seit der Gaza-Waffenruhe vom 10.10.2025 ruhen die Houthi-Angriffe; viele Reedereien meiden das Rote Meer aber weiterhin (Umweg über das Kap der Guten Hoffnung). Containerumschlag 2025 auf Rekordniveau.
Stand: 2026-06-24
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Quellen
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Die Mehrwertsteuer (Ma'am) beträgt seit dem 1.1.2025 einheitlich 18 Prozent und wurde im Budget 2026 bestätigt. Ermässigte Sätze gibt es nicht; Exporte sind nullbesteuert. Die Freigrenze für Privateinfuhren wurde 2026 von 75 auf 150 USD erhöht.
Israel wickelt Import und Export elektronisch über das Single-Window 'Shaar Olami' (Global Gateway) der Israel Tax Authority ab. Anmeldungen erfordern eine Smartcard und digitale Signatur; das System ist seit Januar 2018 obligatorisch und verbindet Zoll, Gesundheit, Landwirtschaft und Normeninstitut.
Üblich sind Handelsrechnung, Packliste, Konnossement oder Luftfrachtbrief sowie ein Ursprungszeugnis. Je nach Ware kommen Einfuhrlizenzen oder eine Standardprüfung des Standards Institution of Israel (SII) hinzu, etwa bei Lebensmitteln, Pharma, Telekom und Fahrzeugen.
Ja. Über die EFTA besteht seit dem 1.1.1993 ein Freihandelsabkommen mit Israel. Mit einem Präferenznachweis EUR.1 oder einer Ursprungserklärung können Ursprungswaren zu Vorzugszollsätzen eingeführt werden.
Die Seefracht läuft über die Mittelmeerhäfen Haifa (inkl. des neuen Bayport-Terminals von SIPG) und Ashdod (inkl. South Port von TiL/MSC). Wichtigster Frachtflughafen ist Ben Gurion International (TLV) bei Tel Aviv. Der Rotmeerhafen Eilat ist derzeit weitgehend ausser Betrieb.
Die Houthi-Blockade hat den Rotmeerhafen Eilat faktisch lahmgelegt, und viele Reedereien meiden weiterhin das Rote Meer und fahren über das Kap der Guten Hoffnung. Seit der Gaza-Waffenruhe vom 10.10.2025 ruhen die Angriffe; der Containerumschlag über die Mittelmeerhäfen erreichte 2025 ein Rekordniveau.
Verteidigungs- und Militärgüter unterliegen der Defense Export Controls Agency (DECA) des Verteidigungsministeriums, zivile Dual-Use-Güter dem Wirtschaftsministerium. Israel ist kein Wassenaar-Unterzeichner, übernimmt aber die Wassenaar-Kontrollliste und setzt UNO-Sanktionen um.
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