IL · ISR
Technologie- und Pharma-Exporteur; Mittelmeer-Gateway Nahost
Hauptstadt: Jerusalem
Kurzprofil
Israel (IL) liegt am östlichen Mittelmeer und ist Technologie- und Pharma-Exporteur sowie Mittelmeer-Gateway des Nahen Ostens. Das Land gehört keiner Zollunion an, unterhält aber ein dichtes Freihandelsnetz (USA, EU, EFTA inkl. Schweiz, UK, Mercosur, UAE); Präferenzen laufen über EUR.1 oder Ursprungserklärung. Import und Export werden elektronisch über das Single-Window Shaar Olami (Global Gateway) der Israel Tax Authority abgefertigt; die Einfuhr-Mehrwertsteuer beträgt 18 Prozent, ohne ermässigte Sätze. Wichtigste Gateways sind die Mittelmeerhäfen Haifa (inkl. Bayport, SIPG) und Ashdod (inkl. South Port, TiL/MSC) sowie der Frachtflughafen Ben Gurion (TLV); der Rotmeerhafen Eilat ist seit der Houthi-Krise weitgehend ausser Betrieb. Im Inland verbinden der Küstenkorridor Haifa-Tel Aviv-Ashdod, die Route 6 und die Israel-Railways-Küstenachse die Wirtschaftszentren mit den Häfen. Ausgeführt werden vor allem Hochtechnologie, Pharmazeutika und Diamanten; wichtigste Handelspartner sind die USA, China, Indien und die EU. Landeswährung ist der Israelische Neue Schekel (ILS).
Erwähnte Länder
Import-System
Elektronische Abfertigung über das Single-Window 'Shaar Olami' (Global Gateway) der Zollbehörde; Anmeldung mit Smartcard und digitaler Signatur, seit Januar 2018 obligatorisch.
Export-System
Ausfuhranmeldungen ebenfalls über das System Shaar Olami (Global Gateway); Tarifierung nach dem Customs and Purchase Tax Tariff auf HS-Basis.
Einfuhrsteuer / MwSt
Präferenznachweis EUR.1 oder Ursprungserklärung (PEM-Modell); FTA u.a. mit USA, EU, EFTA inkl. Schweiz, UK, Türkei, Mercosur, UAE, Kanada, Südkorea.
Standardprüfung (SII) und Einfuhrlizenzen u.a. für Lebensmittel, Pharma, Telekom und Fahrzeuge; Beschränkungen für Waffen, Dual-Use-Güter und bestimmte Agrarimporte.
Verteidigungs-/Militärgüter über DECA (Verteidigungsministerium), zivile Dual-Use-Güter über das Wirtschaftsministerium; Israel übernimmt die Wassenaar-Liste und setzt UNO-Sanktionen um.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Asien. Je nach Zielland sind Produktanforderungen, Zertifikate und Freigabeprozesse teils stark unterschiedlich.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Regionale Sicherheitslage und Raketenbedrohung belasten Lieferketten; die Rotmeer-/Houthi-Krise legte den Hafen Eilat faktisch lahm, Seefracht läuft über Haifa und Ashdod am Mittelmeer.
Mediterranes Klima mit Regen Oktober bis April und heissen trockenen Sommern; Wüstenklima im Süden (Negev), gelegentliche Sand- und Staubstürme.
Stand 2026-07-23: Haifa und Ashdod arbeiten normal, Containerumschlag auf hohem Niveau; Raten China-Israel stabil. Rotmeerhafen Eilat seit Juli 2025 faktisch stillgelegt (Houthi-Blockade); viele Reedereien meiden weiterhin das Rote Meer (Kap-Route). Regionale Sicherheitslage bleibt zentrales Risiko.
Stand: 2026-07-23
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Quellen
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Die Mehrwertsteuer (Ma'am) beträgt seit dem 1.1.2025 einheitlich 18 Prozent und wurde im Budget 2026 bestätigt. Ermässigte Sätze gibt es nicht; Exporte sind nullbesteuert. Die Freigrenze für Privateinfuhren wurde 2026 von 75 auf 150 USD erhöht.
Israel wickelt Import und Export elektronisch über das Single-Window 'Shaar Olami' (Global Gateway) der Israel Tax Authority ab. Anmeldungen erfordern eine Smartcard und digitale Signatur; das System ist seit Januar 2018 obligatorisch und verbindet Zoll, Gesundheit, Landwirtschaft und Normeninstitut.
Üblich sind Handelsrechnung, Packliste, Konnossement oder Luftfrachtbrief sowie ein Ursprungszeugnis. Je nach Ware kommen Einfuhrlizenzen oder eine Standardprüfung des Standards Institution of Israel (SII) hinzu, etwa bei Lebensmitteln, Pharma, Telekom und Fahrzeugen.
Ja. Über die EFTA besteht seit dem 1.1.1993 ein Freihandelsabkommen mit Israel. Mit einem Präferenznachweis EUR.1 oder einer Ursprungserklärung können Ursprungswaren zu Vorzugszollsätzen eingeführt werden.
Die Seefracht läuft über die Mittelmeerhäfen Haifa (inkl. des neuen Bayport-Terminals von SIPG) und Ashdod (inkl. South Port von TiL/MSC). Wichtigster Frachtflughafen ist Ben Gurion International (TLV) bei Tel Aviv. Der Rotmeerhafen Eilat ist derzeit weitgehend ausser Betrieb.
Die Houthi-Blockade hat den Rotmeerhafen Eilat faktisch lahmgelegt, und viele Reedereien meiden weiterhin das Rote Meer und fahren über das Kap der Guten Hoffnung. Seit der Gaza-Waffenruhe vom 10.10.2025 ruhen die Angriffe; der Containerumschlag über die Mittelmeerhäfen erreichte 2025 ein Rekordniveau.
Verteidigungs- und Militärgüter unterliegen der Defense Export Controls Agency (DECA) des Verteidigungsministeriums, zivile Dual-Use-Güter dem Wirtschaftsministerium. Israel ist kein Wassenaar-Unterzeichner, übernimmt aber die Wassenaar-Kontrollliste und setzt UNO-Sanktionen um.
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