KP · PRK
Stark sanktioniertes Land / minimaler Welthandel
Hauptstadt: Pjöngjang
Kurzprofil
Nordkorea (ISO-Code: KP) liegt im Osten Asiens auf der Koreanischen Halbinsel und grenzt an China, Russland und SĂŒdkorea. Politisch ist das Land eine sozialistische Volksrepublik mit zentralistischer Einparteienherrschaft unter der Partei der Arbeit Koreas. Das Klima ist kontinental mit kalten Wintern, heissen Sommern und mĂ€ssigen NiederschlĂ€gen, die regional variieren. Wirtschaftlich dominiert die Schwerindustrie, darunter Stahlproduktion, Bergbau und Maschinenbau, wĂ€hrend Landwirtschaft und Energieerzeugung ebenfalls von zentraler Bedeutung sind. Nordkorea ist stark importabhĂ€ngig, insbesondere fĂŒr Nahrungsmittel, Energie und industrielle Rohstoffe. Die logistische Infrastruktur ist begrenzt, jedoch bestehen SeehĂ€fen wie Nampo und Rajin sowie ein Eisenbahnnetz fĂŒr den Binnen- und grenzĂŒberschreitenden Verkehr. Die Rolle im internationalen Handel ist eingeschrĂ€nkt, wobei primĂ€r Mineralien, Textilien und landwirtschaftliche Produkte exportiert werden. Transitfunktionen fĂŒr Drittstaaten sind minimal und stark reguliert. Die LandeswĂ€hrung ist der Nordkoreanische Won (KPW), der nur innerhalb des Landes kursiert. Internationale wirtschaftliche AktivitĂ€ten werden stark durch Sanktionen und politische Restriktionen beeinflusst.
ErwÀhnte LÀnder
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Zentrale Zollverwaltung der DVRK (General Bureau of Customs)
Import-System
Staatliches Aussenhandelsmonopol; Zollabwicklung nach dem Zollgesetz der DVRK ĂŒber die Zentrale Zollverwaltung. Einfuhrzoll je nach Warengruppe rund 5 bis 30 Prozent, keine Mehrwertsteuer.
Export-System
Ausfuhr staatlich monopolisiert; Hauptexporte wie Kohle, Eisen, Textilien und MeeresfrĂŒchte sind durch UN-Sanktionen verboten. Legaler Aussenhandel fast vollstĂ€ndig auf China und Russland beschrĂ€nkt.
Einfuhrsteuer / MwSt
Keine Freihandelsabkommen und keine prÀferenziellen Ursprungsnachweise; das Land steht unter umfassendem UN-Sanktionsregime.
UN-Embargo fĂŒr Waffen, LuxusgĂŒter und Dual-Use-GĂŒter sowie zahlreiche Maschinen, Metalle und IndustriegĂŒter; Ein- und Ausfuhr breiter Warengruppen verboten oder genehmigungspflichtig.
Umfassende UN-Sanktionen (Res. 1718/1874/2270/2321/2371/2375/2397): Export von Kohle, Eisen, Textilien und MeeresfrĂŒchten verboten, Erdöl-Importe gedeckelt. EU und USA mit eigenem Embargo.
Ohne GewĂ€hr â bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Ăberblick fĂŒr internationale Sendungen nach Asien. Je nach Zielland sind Produktanforderungen, Zertifikate und Freigabeprozesse teils stark unterschiedlich.
Hinweis: Anforderungen hÀngen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und EmpfÀnger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/ĂŒbergreifende Quellen. LĂ€nderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergĂ€nzt.
Sehr hohes Sanktions- und Compliance-Risiko: GeschĂ€fte mit der DVRK sind fĂŒr EU- und US-Akteure weitgehend verboten. Verstösse drohen mit Straf- und Reputationsfolgen, die Datenlage ist intransparent.
Kontinentales Klima mit kalten, eisigen Wintern (NordhÀfen zeitweise vereist, Rason/Rajin eisfrei) und feuchtwarmen Sommern; Taifun- und Hochwassergefahr im SpÀtsommer.
Legaler Welthandel minimal und fast vollstĂ€ndig auf China (rund 80 Prozent ĂŒber Dandong/Sinuiju) und Russland ausgerichtet. UN-Expertengremium 2024 aufgelöst, Ăberwachung seit 2025 durch MSMT.
Stand: 2026-06-26
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FĂŒr Akteure aus der EU, der Schweiz und den USA ist der Handel mit der DVRK durch umfassende UN- und nationale Sanktionen weitgehend verboten. Es gelten strenge Genehmigungs- und Verbotsregeln; eine sorgfĂ€ltige SanktionsprĂŒfung ist zwingend.
Es gilt ein umfassendes UN-Sanktionsregime (u.a. Resolutionen 1718, 1874, 2270, 2321, 2371, 2375 und 2397) mit Export-Verboten fĂŒr Kohle, Eisen, Textilien und MeeresfrĂŒchten sowie einer Obergrenze fĂŒr Erdöl-Importe. EU und USA haben zusĂ€tzliche eigene Embargos.
Die wichtigsten SeehĂ€fen sind Nampo an der WestkĂŒste nahe Pjöngjang sowie der eisfreie Hafen Rason/Rajin im Nordosten, der mit chinesischer und russischer Beteiligung ausgebaut wurde. Weitere HĂ€fen sind Chongjin, Hungnam, Wonsan und Haeju.
Der Grossteil des legalen Handels lĂ€uft ĂŒber die Bahn- und Strassengrenze SinuijuâDandong zu China (rund 80 Prozent). Im Nordosten verbindet die Breitspurstrecke TumangangâKhasan Nordkorea mit dem russischen Schienennetz und dem Hafen Rajin.
Nordkorea kennt keine Mehrwertsteuer westlicher PrÀgung. Der Aussenhandel ist staatlich monopolisiert; nach dem Zollgesetz der DVRK gelten je nach Warengruppe Einfuhrzölle von rund 5 bis 30 Prozent, in der Praxis durch Sanktionen stark eingeschrÀnkt.
Das UN-Expertengremium (Panel of Experts) wurde im April 2024 nach einem russischen Veto aufgelöst. Seit 2025 ĂŒbernimmt das freiwillige Multilateral Sanctions Monitoring Team (MSMT) aus elf Staaten die Beobachtung der Sanktionsumsetzung.
FĂŒr internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: