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LKW Transport
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LTL-Transport vollständig erklärt: Lademeter-Rechner, Stückgutnetzwerke & Hub-Logistik, Laufzeiten Europa (inkl. Schweiz), Verpackungsvorschriften, Spezialleistungen wie Hebebühne & Terminzustellung, Gefahrgut-Zusammenlad und Preisstruktur.


Less Than Truckload – Sie buchen nur den Platz, den Ihre Ware tatsächlich braucht. Das Fahrzeug wird mit Sendungen mehrerer Verlader beladen.
Einzelne Pakete, Kartons oder Paletten (typisch 1–3 LDM), die im Netzwerk als eigenständige Einheiten transportiert werden. Kein ganzer LKW nötig.
Sammelbegriff für das Zusammenladen mehrerer Teilsendungen von verschiedenen Verladern in einem LKW. Ermöglicht günstige Frachtraten durch Kostenteilung.
Lademeter – ein laufender Meter Ladefläche (× 2,4 m Breite = 2,4 m²). Mass für den Platzbedarf Ihrer Sendung im LKW. 1 Europalette = 0,4 LDM. Sattelzug gesamt = 13,6 LDM.
Faustregel: Bis ca. 6–7 LDM oder 8 Tonnen ist LTL günstiger. Darüber lohnt sich eine Komplettladung (FTL).
| Palettenformat | Masse (L×B) | LDM / Palette |
|---|---|---|
| Europalette (EP) | 120 × 80 cm | 0,4 LDM |
| Industriepalette (IP) | 120 × 100 cm | 0,5 LDM |
| Gitterbox | 120 × 80 cm | 0,4 LDM |
| Halbpalette | 60 × 80 cm | 0,2 LDM |
| CP1-Palette (Chemie) | 120 × 100 cm | 0,5 LDM |
| CP3-Palette (Chemie) | 114 × 114 cm | ca. 0,57 LDM |
| Einwegpalette | variabel | je nach Masse |
* Sattelzug Standard: 13,6 LDM bei 2,45 m Breite. 1.750 kg/LDM Gewichtslimit (variiert je Fuhrunternehmen). CP-Paletten (CP1–CP9) sind genormte Chemiepaletten der CEFIC; CP3 (114 × 114 cm) ist quadratisch und nimmt ca. 0,57 LDM in Anspruch.
| Preiskomponente |
|---|
| Grundfracht (Lademeter) |
| Kraftstoffzuschlag (FSC) |
| Mindestfrachtzuschlag |
| ADR-Gefahrgut-Zuschlag |
| Temperaturzuschlag (Kühlware) |
| Avis-Gebühr (Terminlieferung) |
| B2C-Zuschlag (Lieferung an Privat) |

LTL-Transporte laufen in Europa über spezialisierte Stückgutnetzwerke. Dabei werden Sendungen verschiedener Verlader in einem Hub konsolidiert, sortiert und gemeinsam transportiert. Die grossen Netzwerke decken Europa flächendeckend ab – mit standardisierten Laufzeiten und festen Abholrunden.
Richtwerte in Werktagen. LTL-Laufzeiten sind wegen Umschlag im Hub 1–3 Tage länger als FTL. Für Sendungen in die Schweiz: Zollabfertigung und LSVA-Deklaration verlängern die Laufzeit um 0,5–1 Tag.
| Relation | LTL |
|---|---|
| DE Hamburg → IT Mailand | 3–4 |
| FR Paris → DE München | 2–3 |
| BE Brüssel → PL Warschau | 3–5 |
| NL Rotterdam → ES Barcelona | 4–6 |
| DE Frankfurt → CH Zürich | 2–3 |
| IT Mailand → CH Basel | 2–3 |
| DK Kopenhagen → DE Berlin | 2–3 |
* Werktage ab Abholung. Sendungen in die Schweiz benötigen Exportzollanmeldung (EX1/SAD) und Importdeklaration CH.

Im LTL-Transport wird Ihre Sendung im Hub mehrfach umgeladen und mit Fremdgütern transportiert. Die Verpackung muss daher deutlich robuster sein als bei FTL, wo nur ein Verlader im Fahrzeug ist. Schäden entstehen häufig durch unzureichende Polsterung oder nicht stapelbare Verpackungen.
| Leistung | Aufpreis (Richtwert) |
|---|---|
| Hebebühne (Tail Lift) | € 30–80 |
| Terminzustellung (fixes Zeitfenster) | € 25–60 |
| Voravisierung (Anruf/SMS/App) | € 5–20 |
| Terminabholung (Pickup-Zeitfenster) | € 20–50 |
| Etagenanlieferung (Trageservice) | € 20–60/Etage |
Gefahrgut im LTL-Transport ist möglich, aber komplex: ADR schreibt vor, welche Gefahrgutklassen zusammen geladen werden dürfen (Zusammenlad-Verbote). Nicht jedes LTL-Netzwerk nimmt alle ADR-Klassen an. Bei Verstoss drohen hohe Bussgelder – für Verlader und Frachtführer.
ADR-Gefahrgut, CMR, Lenk- und Ruhezeiten, Fahrzeugtypen, FTL/LTL, Express, Tarifmodelle: Die LKW-Sektion bündelt Betriebswissen für Disponenten, Flottenmanager und Verlader.