DB Cargo steht vor einem harten Umbau. Die Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn muss bis Ende 2026 wieder wirtschaftlich tragfähig werden. Hintergrund sind EU-Auflagen nach genehmigten Staatshilfen.
Die EU-Kommission hatte Ende 2024 Staatshilfen von rund 1,9 Milliarden Euro für DB Cargo genehmigt. Dafür muss das Unternehmen aber restrukturiert werden. Einfach weiter Verluste ausgleichen geht nicht mehr.
Nun geht es ans Eingemachte. Medienberichte sprechen von rund 6’000 bis 6’200 Stellen, die bis 2030 wegfallen könnten. DB Cargo hat in Deutschland rund 14’000 Mitarbeitende. Damit wäre fast jeder zweite Arbeitsplatz betroffen.
Besonders wichtig ist der Einzelwagenverkehr. Dieser ist für viele Industriekunden praktisch, aber teuer und seit Jahren schwierig rentabel zu betreiben. DB Cargo will diesen Bereich nicht aufgeben, aber deutlich effizienter organisieren.
Die Gewerkschaft EVG stellt sich gegen einen harten Stellenabbau. Mitte Juni sollen Verhandlungen und konkrete Gespräche weitergehen. Die Gewerkschaft will prüfen, ob es Alternativen gibt, bevor Arbeitsplätze gestrichen werden.
Für die Logistikbranche ist das Thema gross. DB Cargo ist ein zentraler Player im europäischen Schienengüterverkehr. Wenn dort Strukturen geändert werden, kann das Auswirkungen auf Preise, Verbindungen, Bedienpunkte, Laufzeiten und Kundenservice haben.
Für Verlader heisst das: Bahn bleibt wichtig, aber man sollte die eigenen Relationen im Blick behalten. Gerade Kunden mit Einzelwagen, Industrieanschlüssen oder regelmässigen Bahnverkehren sollten prüfen, ob sich ab 2026 oder 2027 etwas ändert.
