Vor Rumäniens Schwarzmeerküste sind innerhalb von rund zwölf Stunden zwei Tanker von Drohnen getroffen worden. Reuters berichtete am 16. Oktober über die Wiederaufnahme der Suche nach sieben vermissten Seeleuten der Wine Trader. Fünf Besatzungsmitglieder waren gerettet worden.
Die Wine Trader fährt unter der Flagge San Marinos. Nach dem Bericht wurde sie am frühen 15. Oktober ausserhalb rumänischer Hoheitsgewässer getroffen. Die Yara J war bereits am späten Vorabend innerhalb rumänischer Gewässer angegriffen worden. Ihre Besatzung blieb unverletzt; das Schiff wurde nach Constanta geschleppt. (Quelle: Reuters bei Internazionale)
Für die Transportplanung zeigen die Vorfälle ein konkretes Sicherheitsrisiko nahe der rumänischen Küste. Daraus folgt aber keine belegte Schliessung aller Häfen am Schwarzen Meer. Auch Aussagen zu den Angreifern sollten nur mit eindeutigem Nachweis übernommen werden.
Spediteure und Verlader sollten für betroffene Reisen den aktuellen Status beim Reeder oder Agenten abfragen. Dabei gehören Anlauf, Warteposition und mögliche Verzögerungen auf den Tisch. Auch der vereinbarte Versicherungsschutz sollte überprüft werden. Bei empfindlichen oder zeitkritischen Gütern ist ein Ersatzplan sinnvoll. Eine Umleitung muss aber zum konkreten Hafen und Warenstrom passen; pauschale Entscheidungen für das ganze Seegebiet helfen wenig.
