Die geplante Verlagerung der Hafenbahn in Kleinhüningen wird deutlich teurer als gedacht. Der Kanton Basel Stadt rechnet neu mit rund 475 Millionen Franken. Bisher lag die Grobschätzung bei rund 275 Millionen Franken, allerdings mit einer grossen Unsicherheit.
Auch der Zeitplan rutscht nach hinten. Statt wie ursprünglich etwa 2033 soll die Umsetzung nun frühestens in den späten 2030er Jahren möglich sein. Der Regierungsrat lässt die Planung deshalb nochmals überprüfen.
Für Basel ist das mehr als ein Bauprojekt. Die Hafenbahn ist ein wichtiger Teil der Logistik rund um die Schweizerischen Rheinhäfen. Sie verbindet den Hafen mit dem Schienennetz und ist damit wichtig für Güter, die per Schiff, Bahn und Lastwagen weitertransportiert werden.
Gleichzeitig hängt an der Verlagerung auch die Stadtentwicklung im Norden von Basel. Am Klybeckquai und im Hafenareal sollen langfristig neue Flächen für Wohnen, Arbeiten und Freizeit entstehen. Solange die Hafenbahnfrage nicht geklärt ist, bleibt auch dort vieles blockiert oder zumindest unsicher.
Politisch ist die Sache heikel. 200 Millionen Franken Mehrkosten sind kein Detail. Für die einen ist die Überprüfung logisch und nötig. Für die anderen ist es ein Zeichen, dass zu optimistisch geplant wurde.
Für die Logistik bleibt die wichtigste Frage: Wie kann Basel den Hafen modernisieren, ohne die Güteranbindung zu schwächen? Genau das ist der Knackpunkt. Der Hafen ist nicht nur ein schönes Entwicklungsareal am Rhein, sondern ein echter Versorgungs und Umschlagplatz für die Schweiz.
