Bei Passar 2.0 Einfuhr gibt es aktuell weniger eine grosse neue Juni-Meldung, sondern eher eine wichtige Einordnung: Die Umstellung läuft, aber sie läuft schrittweise.
Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit, BAZG, schreibt offiziell, dass die ersten Ausbauschritte von Passar 2.0 Einfuhr ab dem zweiten Quartal 2026 für Piloteinsätze bereitstehen. Es geht also zuerst um Pilotbetrieb, ausgewählte Prozesse und bestimmte Grenzübergänge, nicht um einen harten Schalter für alle Firmen an einem Tag.
Trotzdem ist das Thema für Importeure wichtig. Passar 2.0 soll e-dec Import ablösen. Laut Roadmap läuft der Parallelbetrieb 2026 an, die vollständige Ablösung von e-dec Import ist für 2027 vorgesehen. Für Firmen heisst das: Jetzt vorbereiten, nicht erst kurz vor Schluss.
Die Zahl von rund 27’000 betroffenen Firmen stammt nach meiner Prüfung nicht aus einer neuen Juni-Mitteilung des BAZG, sondern aus Brancheninformationen, unter anderem von FineSolutions. Gemeint sind Firmen, die heute mit e-dec Import, Importbelegen, Veranlagungsverfügungen oder Zollsoftware zu tun haben.
Praktisch geht es um mehrere Änderungen. Statt der bekannten e-dec Import Dokumente wird künftig die Veranlagungsverfügung Einfuhr wichtiger. Dazu kommt die Umstellung vom bisherigen ZAZ-Konto auf die neue Geschäftspartner-ID, kurz GP-ID. Firmen müssen dafür im ePortal des Bundes sauber registriert sein.
Für viele Unternehmen ist Passar 2.0 deshalb nicht nur ein Zollthema. Es betrifft auch Software, Buchhaltung, Archivierung, Dokumentenbezug, Zuständigkeiten und die Zusammenarbeit mit Zollagenten oder Spediteuren.
Die einfache Botschaft lautet: Es gibt offenbar keine neue grosse Juni-News. Aber die Umstellung ist real, der Zeitplan läuft, und wer importiert, sollte jetzt prüfen, ob Stammdaten, GP-ID, Software und Prozesse bereit sind.
