Der Güterverkehr der SBB hat im ersten Halbjahr 2026 ein Ergebnis von 2 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr lag das Ergebnis noch 49 Millionen Franken tiefer. Damit schreibt der Bereich erstmals seit vielen Jahren wieder eine schwarze Null.
Ganz saniert ist SBB Cargo damit aber noch nicht. Zum Ergebnis beigetragen haben Fördermittel des Bundes, höhere und kostendeckende Transportpreise, interne Einsparungen sowie Einnahmen aus dem Verkauf von Rollmaterial. Solche Verkäufe kommen nicht jedes Jahr wieder. Gleichzeitig sind die Transportmengen im Inland weiter gesunken.
Ab dem 13. Dezember 2026 ändert SBB Cargo deshalb den Einzelwagenladungsverkehr. Dabei werden einzelne Güterwagen bei verschiedenen Kunden abgeholt und zu Zügen zusammengestellt. Künftig sollen nur noch Transporte mit genügend Menge und passenden Preisen gefahren werden. Schwach genutzte Bedienpunkte fallen weg. Laut SBB können trotzdem rund 98 Prozent der heutigen Wagen weiter transportiert werden.
Bereits seit Anfang 2026 testet SBB Cargo den CombiLink zwischen Dietikon und Stabio. Das Angebot bringt zusätzliche Tages- und Nachtverbindungen für Container und Sattelauflieger. Vorgesehen ist eine zusätzliche Kapazität von 15’000 Ladeeinheiten pro Jahr.
Per 1. Januar 2027 wird SBB Cargo finanziell in die SBB AG integriert. Gemeinsam mit SBB Cargo International und ChemOil entsteht der Bereich Güterverkehr. Die Mitarbeitenden wechseln allerdings erst per 1. Juni 2027 zur SBB AG.
Die Integration kann Abläufe vereinfachen. Sie löst aber das Grundproblem nicht: Der Güterverkehr muss auch bei sinkenden Mengen langfrisitig seine Kosten decken.

