Die Proteste von Transportunternehmen in Süditalien haben die Planung von Warenlieferungen erschwert. Nach einem Hinweis der österreichischen Transportorganisation AISÖ vom 23. Oktober waren unter anderem Kampanien, Kalabrien, Apulien und Sizilien betroffen. Die Situation unterschied sich von Ort zu Ort.
Für die Lieferplanung ist deshalb ein genauer Blick nötig. Eine Meldung über Proteste in einer Region bedeutet nicht, dass jede Strasse gesperrt ist. Umgekehrt reicht eine teilweise Aussetzung der Aktionen nicht als Bestätigung, dass die ganze Transportkette wieder frei läuft.
Speditionen sollten bei zeitkritischer Ware den örtlichen Partner und den Empfänger einbeziehen. Ist die Zufahrt offen, kann der Lastwagen entladen werden und bleibt das vereinbarte Zeitfenster bestehen? Diese Fragen müssen zusammen beantwortet werden. Ein freier Autobahnabschnitt hilft wenig, wenn der Zielbetrieb wegen eines Rückstaus keine Ware annimmt.
Bei notwendigen Umleitungen ist ausserdem zu prüfen, ob Strecke und Zufahrt für den eingesetzten Lastwagen geeignet sind. Zusätzliche Kilometer, Wartezeiten und mögliche Anschlussverluste sollten im Auftrag nachvollziehbar festgehalten werden. Für Verlader empfiehlt sich eine klare Reihenfolge der wichtigen Sendungen. So kann die Dispo zuerst die Ware bewegen, bei der eine Verzögerung den grössten Schaden verursachen würde.
