BI · BDI
Binnenland und Transitmarkt am Zentralkorridor
Hauptstadt: Gitega
Kurzprofil
Burundi (ISO-Code: BI) liegt in Ostafrika und grenzt an Ruanda, Tansania und die Demokratische Republik Kongo. Politisch ist das Land eine prĂ€sidiale Republik mit zentralisierten Verwaltungsstrukturen. Das Klima ist tropisch mit ausgeprĂ€gten Regen- und Trockenzeiten sowie milden Temperaturen in den Hochlagen. Wirtschaftlich stĂŒtzt sich Burundi vor allem auf Landwirtschaft, insbesondere Kaffee- und Teeanbau, wĂ€hrend Industrie und Dienstleistungen nur begrenzte Bedeutung haben. Das Land ist stark importabhĂ€ngig fĂŒr Energie, Maschinen, Lebensmittel und KonsumgĂŒter. Aufgrund der Binnenlage und fehlender SeezugĂ€nge ist Burundi auf Transitwege ĂŒber die HĂ€fen von Tansania und Kenia angewiesen. Die LandeswĂ€hrung ist der Burundi-Franc (BIF), der den Zahlungsverkehr und Handel innerhalb der Region erleichtert. Im Aussenhandel spielen Nachbarstaaten sowie internationale MĂ€rkte eine zentrale Rolle. Logistisch sind Strassen und GrenzĂŒbergĂ€nge entscheidend fĂŒr den Transport von Waren und die Anbindung an regionale Lieferketten. Burundi gilt als ressourcenarmes Binnenland mit wachsender Bedeutung fĂŒr den ostafrikanischen Handel.
ErwÀhnte LÀnder
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Office Burundais des Recettes (OBR)Import-System
EAC-Zollunion mit gemeinsamem Aussenzolltarif (CET 0/10/25); Single Customs Territory; elektronische Abfertigung ĂŒber OBR auf Basis des EAC Customs Management Act (EACCMA).
Export-System
Ausfuhrabwicklung ĂŒber die OBR im EAC-Rahmen; Einzeldeklaration und Ursprungsnachweise fĂŒr EAC- und COMESA-PrĂ€ferenzen. Hauptexporte Kaffee und Tee unterliegen QualitĂ€tskontrollen.
Einfuhrsteuer / MwSt
EAC-Ursprungszeugnis und COMESA Certificate of Origin fĂŒr PrĂ€ferenzzölle im regionalen Handel; Burundi ist Mitglied von EAC, COMESA und AfCFTA.
Einfuhrkontrollen und Verbote u.a. fĂŒr Waffen, BetĂ€ubungsmittel und gefĂ€hrliche Stoffe; Genehmigungspflichten fĂŒr Pharma und Agrarinputs. Devisenkontrollen der Zentralbank (BRB).
Keine aktiven EU-Sanktionslistungen mehr (EU strich alle EintrĂ€ge im Sept. 2025); US-Programm 2021 beendet, UK 2024 aufgehoben. Nationale Kontrollen fĂŒr Waffen und strategische GĂŒter.
Ohne GewĂ€hr â bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Ăberblick fĂŒr internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale AblĂ€ufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hÀngen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und EmpfÀnger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/ĂŒbergreifende Quellen. LĂ€nderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergĂ€nzt.
Lange Transitzeiten und hohe Kosten ĂŒber Zentral- und Nordkorridor; GrenzformalitĂ€ten und Umschlag am Hafen Bujumbura als EngpĂ€sse; Devisenknappheit erschwert Importe.
Tropische Regenzeiten (etwa Feb-Mai und Okt-Dez) können Strassen und den Seetransport auf dem Tanganjikasee beeintrÀchtigen.
Stand 2026-06-21: Hafen Bujumbura wird seit 2023 modernisiert (AfDB/EU, rund 79 Mio. EUR); Flughafen BJM seit 2024 im Ausbau. Geplanter SGR-Korridor TZ-BI-DRC.
Stand: 2026-06-22
Operative Hinweise â kein Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne GewĂ€hr. FĂŒr rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
ZustĂ€ndig ist das Office Burundais des Recettes (OBR), die Zoll- und Steuerverwaltung Burundis. Sie fertigt im Rahmen der EAC-Zollunion ab und nutzt elektronische Systeme; deklariert wird ĂŒblicherweise ĂŒber zugelassene Zollagenten.
Der Regelsatz der Mehrwertsteuer (TVA) betrĂ€gt 18 Prozent. Ein ermĂ€ssigter Satz von 10 Prozent gilt fĂŒr bestimmte Nahrungs- und Agrarprodukte. ZusĂ€tzlich fĂ€llt im EAC-Aussenzolltarif Einfuhrzoll von 0, 10 oder 25 Prozent an.
Nein, Burundi ist ein Binnenland ohne Meereszugang. Der wichtigste Hafen ist der Binnenhafen Bujumbura am Tanganjikasee. Ăberseeische Importe und Exporte laufen ĂŒber die SeehĂ€fen Daressalam (Tansania) und Mombasa (Kenia).
Burundi nutzt vor allem den Zentralkorridor nach Daressalam, den Nordkorridor nach Mombasa und den SĂŒdkorridor nach Mpulungu (Sambia). Rund 80 Prozent des Aussenhandels laufen ĂŒber den Hafen Bujumbura und diese Korridore.
Burundi ist Mitglied der East African Community (EAC) mit gemeinsamem Aussenzolltarif sowie von COMESA und AfCFTA. FĂŒr PrĂ€ferenzzölle im regionalen Handel sind EAC- oder COMESA-Ursprungsnachweise erforderlich.
Nein. Die USA beendeten ihr Sanktionsprogramm 2021, das Vereinigte Königreich hob seine Massnahmen 2024 auf, und die EU strich im September 2025 alle EintrÀge von ihrer Burundi-Sanktionsliste.
Der einzige internationale Flughafen ist Bujumbura Melchior Ndadaye International (BJM). Er ist Burundis Haupttor fĂŒr Luftfracht und wird seit 2024 ausgebaut; einziger Cargo-Abfertiger ist die SOBUGEA.
FĂŒr internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: