CG · COG
Erdöl-Exporteur; Atlantik-Tor Pointe-Noire als Hub fĂŒr Zentralafrika (Transit Richtung DR Kongo und Zentralafrikanische Republik)
Hauptstadt: Brazzaville
Kurzprofil
Die Republik Kongo (ISO-Code: CG) liegt in Zentralafrika und grenzt an Gabun, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, die Republik Angola (Enklave Cabinda) sowie an den Atlantischen Ozean. Politisch handelt es sich um eine PrĂ€sidialrepublik mit einem zentralisierten Regierungssystem. Das Klima ist ĂŒberwiegend tropisch mit feuchten Regenzeiten und hohen Temperaturen, insbesondere im KĂŒsten- und Regenwaldgebiet. Wirtschaftlich ist das Land stark von Erdöl, Holz und Mineralien abhĂ€ngig, die den Grossteil der Exporte ausmachen. Der Aussenhandel konzentriert sich auf Ăl- und Rohstoffexporte, wĂ€hrend die Versorgung mit Maschinen, KonsumgĂŒtern und Lebensmitteln weitgehend importabhĂ€ngig ist. Logistisch spielt der Hafen von Pointe-Noire eine zentrale Rolle fĂŒr den internationalen Handel und die regionale Transitfunktion. Die LandeswĂ€hrung ist der Zentralafrikanische CFA-Franc (XAF), der in mehreren Staaten Zentralafrikas verwendet wird. Verkehrsinfrastruktur und Hafenanlagen sind entscheidend fĂŒr die Anbindung an internationale MĂ€rkte und die Stabilisierung der Lieferketten. Trotz der begrenzten Diversifikation ist Kongo-Brazzaville ein wichtiger regionaler Akteur im Rohstoffexport. Investitionen in Transport und Logistik könnten die wirtschaftliche WettbewerbsfĂ€higkeit weiter erhöhen.
ErwÀhnte LÀnder
Begriffe im Glossar
Import-System
Elektronische Abfertigung ĂŒber SYDONIA World (ASYCUDA) bei der DGDDI. Tarifierung nach dem CEMAC-Gemeinsamen Aussenzoll (5/10/20/30 Prozent) zuzĂŒglich CEMAC- und AU-Integrationsabgaben.
Export-System
Ausfuhrabwicklung ebenfalls ĂŒber SYDONIA World bei der DGDDI. Erdöl- und Holzexporte unterliegen zusĂ€tzlichen Kontrollen und Genehmigungen.
Einfuhrsteuer / MwSt
Ursprungszeugnis erforderlich; prÀferenzielle Ursprungsregeln im Rahmen der CEMAC-Zollunion. Die Republik Kongo ist AfCFTA-Mitglied; PrÀferenzen setzen den entsprechenden Ursprungsnachweis voraus.
BeschrĂ€nkungen und Verbote u.a. fĂŒr Waffen, gefĂ€hrliche AbfĂ€lle und bestimmte GebrauchtgĂŒter; Arzneimittel und Lebensmittel unterliegen KonformitĂ€ts- und Genehmigungspflichten.
Die Republik Kongo steht nicht unter umfassenden internationalen Sanktionen und setzt als UN-Mitglied BeschlĂŒsse des UN-Sicherheitsrats um. EigenstĂ€ndige Exportkontrolllisten sind begrenzt.
Ohne GewĂ€hr â bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Ăberblick fĂŒr internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale AblĂ€ufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hÀngen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und EmpfÀnger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/ĂŒbergreifende Quellen. LĂ€nderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergĂ€nzt.
Starke AbhĂ€ngigkeit von Erdöl; begrenzte Strassen- und Bahninfrastruktur ausserhalb der Hauptachse. BĂŒrokratie- und Korruptionsrisiken sowie Verzögerungen bei der Zollabfertigung.
Tropisches Klima mit ausgeprĂ€gten Regenzeiten (etwa OktoberâDezember und MĂ€rzâMai); starke NiederschlĂ€ge können Strassen und die Flussschifffahrt auf dem Kongo beeintrĂ€chtigen.
Stand 2026: Ausbau des Hafens Pointe-Noire (neue Tiefwasser-Plattform, Inbetriebnahme um 2027 geplant). Pointe-Noire bleibt das zentrale Tor; CFCO-Bahn verbindet KĂŒste und Brazzaville.
Stand: 2026-06-22
Operative Hinweise â kein Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Der Atlantik-Tiefwasserhafen Pointe-Noire wickelt rund 70 Prozent des Aussenhandels ab und verfĂŒgt mit dem Congo Terminal ĂŒber einen modernen Containerumschlag. Brazzaville dient als Flusshafen am Kongo.
Der Standardsatz betrĂ€gt 18 Prozent (mit Zuschlag rund 18,9 Prozent). ErmĂ€ssigte SĂ€tze von 10 Prozent fĂŒr bestimmte lokale GĂŒter und 5 Prozent fĂŒr Erdölprodukte und Schmierstoffe sind möglich. Erhebung durch die DGDDI.
Die Direction GĂ©nĂ©rale des Douanes et des Droits Indirects (DGDDI) wickelt Ein- und Ausfuhren elektronisch ĂŒber SYDONIA World (ASYCUDA) ab. Die Tarifierung folgt dem CEMAC-Gemeinsamen Aussenzoll.
Es gilt der CEMAC-Gemeinsame Aussenzoll mit den SĂ€tzen 5, 10, 20 und 30 Prozent auf den CIF-Wert. Hinzu kommen u.a. eine CEMAC-Integrationsabgabe und ein AU-Integrationsbeitrag.
Die Bahn Chemin de Fer Congo-OcĂ©an (CFCO) verbindet Pointe-Noire ĂŒber rund 510 km mit Brazzaville. Parallel verlĂ€uft die Route Nationale 1; Brazzaville ist zudem ĂŒber den Kongo-Fluss an Kinshasa angebunden.
Vor allem Rohöl, das den Grossteil der Exporterlöse ausmacht, ergÀnzt durch Erdgas, Holz und Mangan. Wichtigster Handelspartner ist China.
FĂŒr internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: