CM · CMR
Zentralafrikanisches See- und Transit-Drehkreuz (Tschad, Zentralafrikanische Republik)
Hauptstadt: Yaoundé
Kurzprofil
Kamerun (ISO-Code: CM) liegt in Zentralafrika und grenzt an Nigeria, Tschad, die Zentralafrikanische Republik, Ăquatorialguinea, Gabun und die Republik Kongo, mit einer KĂŒste am Golf von Guinea. Politisch ist das Land eine prĂ€sidentielle Republik mit zentralisierten Institutionen und stabiler Verwaltung. Das Klima variiert von Ă€quatorial im SĂŒden ĂŒber tropisch im Zentrum bis zu semi-arid im Norden, mit ausgeprĂ€gten Regen- und Trockenzeiten. Wirtschaftlich ist Kamerun diversifiziert, mit Schwerpunkten in Landwirtschaft, Ăl- und Gasproduktion, Bergbau, Industrie und Dienstleistungen. Der Aussenhandel ist bedeutend, Exporte bestehen vor allem aus Erdöl, Holz, Kakao, Kaffee und Baumwolle, wĂ€hrend das Land bei Maschinen, Energie und KonsumgĂŒtern importabhĂ€ngig ist. Strategisch wichtige HĂ€fen wie Douala sowie ein ausgebautes Strassen- und Eisenbahnnetz sichern die Transit- und Logistikfunktion fĂŒr regionale und internationale Lieferketten. Die LandeswĂ€hrung ist der Zentralafrikanische CFA-Franc (XAF), der stabile wirtschaftliche Transaktionen innerhalb der CEMAC-Region ermöglicht. Kamerun profitiert von seiner geographischen Lage als Verbindung zwischen West- und Zentralafrika. Infrastruktur, natĂŒrliche Ressourcen und wirtschaftliche Diversifikation stĂ€rken die logistische und wirtschaftliche Bedeutung des Landes.
ErwÀhnte LÀnder
Begriffe im Glossar
Import-System
CAMCIS der DGD (seit 2020, löst SYDONIA++ ab), abgewickelt ĂŒber das Single Window GUCE. Pflicht: BESC/ECTN beim CNSC, SGS-Vorversandkontrolle mit AVI, ANOR-KonformitĂ€tszertifikat fĂŒr viele Waren.
Export-System
Elektronische Ausfuhranmeldung ĂŒber CAMCIS der DGD via Single Window GUCE; fĂŒr Seefracht ist ein BESC/ECTN erforderlich.
Einfuhrsteuer / MwSt
EUR.1 oder UrsprungserklĂ€rung fĂŒr das EU- und das UK-EPA; im regionalen Handel CEMAC- und AfCFTA-Ursprungsnachweise. CEMAC bildet eine Zollunion mit gemeinsamem Aussentarif (TEC).
Verboten: FĂ€lschungen, Drogen, GiftmĂŒll, Fahrzeuge ĂŒber 15 Jahre. Genehmigungspflichtig: Waffen, Arzneimittel, Alkohol, Tabak, Chemikalien. Gebrauchtkleidung und gewisse Gebrauchtelektronik beschrĂ€nkt.
Kamerun steht unter keinen internationalen Sanktionen und setzt UNO-Sanktionen um. Sicherheitsrelevant: Anglophone-Krise in Nordwest/SĂŒdwest und Boko Haram im hohen Norden; Piraterie im Golf von Guinea.
Ohne GewĂ€hr â bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Ăberblick fĂŒr internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale AblĂ€ufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hÀngen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und EmpfÀnger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/ĂŒbergreifende Quellen. LĂ€nderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergĂ€nzt.
Erhöhte Sicherheitsrisiken in den anglophonen Regionen Nordwest und SĂŒdwest sowie im hohen Norden (Boko Haram). Piraterie im Golf von Guinea, Korruption und Zollverzögerungen belasten Lieferketten.
AusgeprĂ€gte Regenzeit (im SĂŒden etwa MĂ€rz bis November) mit StrassenschĂ€den und Verzögerungen im Hinterland; im Norden trockener Harmattan. Golf von Guinea ganzjĂ€hrig befahrbar.
Tiefseehafen Kribi wÀchst stark (rund 555'000 TEU 2025), Douala bleibt mit etwa 76 Prozent Hauptumschlagplatz. EU-/UK-EPA-Zollabbau in Phase 10 seit August 2025 (60 Prozent Reduktion). Stand 2026-06-24.
Stand: 2026-06-24
Operative Hinweise â kein Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Noch keine News zu diesem Land.
Alle News ansehen âOffizielle Quellen
Quellenangaben ohne GewĂ€hr. FĂŒr rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Der Normalsatz der Mehrwertsteuer (TVA) betrĂ€gt 19,25 Prozent: 17,5 Prozent Grundsatz plus 10 Prozent kommunaler Zuschlag (CAC). Erhoben wird sie auf den CIF-Wert zuzĂŒglich Zoll. Hinzu kommen ein Acompte (Einkommensteuer-Vorauszahlung) sowie GebĂŒhren wie die Zollinformatik- und die FEICOM-Abgabe.
Die Direction GĂ©nĂ©rale des Douanes wickelt Ein- und Ausfuhren elektronisch ĂŒber CAMCIS ab, das 2020 das frĂŒhere SYDONIA++ abgelöst hat. Alle VorgĂ€nge laufen ĂŒber das Single Window fĂŒr den Aussenhandel (GUCE), das CAMCIS, Zahlungen und Genehmigungen bĂŒndelt.
Als Mitglied der CEMAC wendet Kamerun den Gemeinsamen Aussentarif (TEC) mit vier Stufen an: 5 Prozent fĂŒr GrundgĂŒter, 10 Prozent fĂŒr Rohstoffe und Industriemaschinen, 20 Prozent fĂŒr Halbfertigprodukte und 30 Prozent fĂŒr KonsumgĂŒter. Der Zoll wird auf den CIF-Wert berechnet.
Erforderlich sind unter anderem ein elektronischer Frachtbrief BESC/ECTN beim Nationalen Verladerrat (CNSC), eine Attestation de VĂ©rification (AVI) der SGS, Handelsrechnung, Packliste, Konnossement oder Luftfrachtbrief sowie ein Versicherungszertifikat. FĂŒr viele Waren ist ein ANOR-KonformitĂ€tszertifikat nötig.
Wichtigster Hafen ist Douala mit rund 76 Prozent des Umschlags; der Tiefseehafen Kribi wĂ€chst stark und erreichte 2025 rund 555'000 TEU. FĂŒr Luftfracht dienen Douala (DLA), YaoundĂ©-Nsimalen (NSI) und Garoua (GOU). Douala ist zudem Transittor fĂŒr Tschad und die Zentralafrikanische Republik.
Kamerun gehört zur CEMAC-Zollunion sowie zu ECCAS und zur afrikanischen Freihandelszone AfCFTA. Mit der EU und dem Vereinigten Königreich besteht ein Interim-EPA: Der Zollabbau lÀuft stufenweise und erreichte im August 2025 Phase 10 mit 60 Prozent Reduktion, mit voller Befreiung bis 2030. PrÀferenz mit EUR.1.
Verboten sind unter anderem FĂ€lschungen, Drogen, GiftmĂŒll und Fahrzeuge ĂŒber 15 Jahre. Genehmigungspflichtig sind Waffen, Arzneimittel, Alkohol, Tabak und Chemikalien. Gebrauchtkleidung und gewisse Gebrauchtelektronik unterliegen BeschrĂ€nkungen zum Schutz der lokalen Industrie und der Umwelt.
Erhöhte Sicherheitsrisiken bestehen in den anglophonen Regionen Nordwest und SĂŒdwest sowie im hohen Norden (Boko Haram). Im Golf von Guinea besteht Piraterierisiko. Hinzu kommen Korruption, Zollverzögerungen und in der Regenzeit beeintrĂ€chtigte Strassen im Hinterland.
FĂŒr internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: