GN · GIN
Rohstoff-Exporthub (Bauxit, Eisenerz) und Seehafen-Gateway Westafrikas
Hauptstadt: Conakry
Kurzprofil
Guinea (ISO-Code: GN) liegt in Westafrika und grenzt an Senegal, Mali, Côte d’Ivoire, Liberia, Sierra Leone und Guinea-Bissau, mit Küste am Atlantik. Politisch ist das Land eine präsidiale Republik mit zentralistischen Strukturen und einem Übergang zu stabileren demokratischen Institutionen. Das Klima ist überwiegend tropisch, geprägt von feuchten Küstenregionen, Savannen im Inland und ausgeprägten Regen- sowie Trockenzeiten. Wirtschaftlich ist Guinea reich an Bodenschätzen, insbesondere Bauxit, Eisen und Gold, während Landwirtschaft und Dienstleistungen ergänzende Sektoren darstellen. Der Aussenhandel ist zentral, Exporte generieren Einnahmen vor allem aus Rohstoffen, während das Land bei Lebensmitteln, Treibstoff und Industrieprodukten stark importabhängig ist. Strategisch gelegene Häfen wie Conakry sichern die Transit- und Logistikfunktion für Exporte und regionale Lieferketten. Die Landeswährung ist der Guineische Franc (GNF), der stabile wirtschaftliche Transaktionen innerhalb des Landes ermöglicht. Guinea profitiert von seiner geographischen Lage am Atlantik und dem Zugang zu wichtigen maritimen Handelsrouten. Infrastruktur, Rohstoffreichtum und politische Stabilität stärken die wirtschaftliche und logistische Bedeutung des Landes in Westafrika.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Direction Générale des Douanes (DGD)Import-System
Elektronische Abfertigung über SYDONIA (ASYCUDA), Migration zu SYDONIA World. Importe ab 3'300 USD unterliegen einer Vorversandkontrolle. Stand 2026.
Export-System
Ausfuhranmeldung elektronisch über SYDONIA / ASYCUDA der DGD. Stand 2026.
Einfuhrsteuer / MwSt
Im regionalen Handel ECOWAS/CEDEAO-Ursprungsnachweis (ETLS-Zertifikat); AfCFTA-Ursprungsnachweis. Gegenüber Drittländern Zoll nach dem Gemeinsamen Aussenzolltarif (TEC).
Einfuhrverbote bzw. -beschränkungen u.a. für Waffen, Drogen und gefährliche Abfälle; Genehmigungspflicht für Arzneimittel-, Lebensmittel- und Pflanzenimporte.
EU-Restriktivmassnahmen (Vermögenssperren, Einreiseverbote) verlängert bis 27.10.2026; EU-Waffenembargo 2014 aufgehoben. US-EAR-Reexportregeln beachten.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale Abläufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Politische Übergangslage, hoher Importanteil bei Treibstoff und Lebensmitteln, eingeschränkte Inlandinfrastruktur und Zollverzögerungen erhöhen das Logistikrisiko.
Regenzeit Mai bis Oktober mit sehr starken Niederschlägen (Conakry zählt zu den regenreichsten Hauptstädten); Strassentransporte und Inlandumschlag dann erschwert.
Ausbau des Conakry-Containerterminals (AGL) und Start des Eisenerz-Megaprojekts Simandou (erste Verschiffung ab Port Morebaya am 2.12.2025) prägen 2025/26 die Logistik.
Stand: 2026-06-23
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Quellen
Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Die TVA beträgt 18 Prozent und wird auf den Zollwert (CIF) zuzüglich Einfuhrzoll erhoben. Sie gilt seit 1996.
Die Direction Générale des Douanes wickelt Anmeldungen elektronisch über SYDONIA (ASYCUDA) ab, mit Migration zu SYDONIA World.
Als ECOWAS-Mitglied wendet Guinea den Gemeinsamen Aussenzolltarif (TEC) mit Sätzen von 0, 5, 10 und 20 Prozent an, plus Gemeinschaftsabgabe 0,5 Prozent.
Ja, Importe ab einem Wert von rund 3'300 USD unterliegen einer Vorversandkontrolle (Inspektion vor Verschiffung).
Der Port autonome de Conakry ist der Haupthafen; Kamsar dient dem Bauxitexport und der neue Hafen Morebaya dem Eisenerz aus Simandou.
Die EU hält Restriktivmassnahmen (Vermögenssperren, Einreiseverbote) bis 27.10.2026 aufrecht; das EU-Waffenembargo wurde 2014 aufgehoben.
Vor allem Bauxit (weltgrösster Exporteur), zunehmend Eisenerz aus Simandou sowie Gold und Aluminiumoxid.
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart:
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