SN · SEN
Westafrikanisches Gateway / Transitland fĂŒr Mali
Hauptstadt: Dakar
Kurzprofil
Senegal (ISO-Code: SN) liegt in Westafrika an der AtlantikkĂŒste und grenzt an Mauretanien, Mali, Guinea, Guinea-Bissau sowie Gambia, das das Land im Westen teilweise umschliesst. Politisch ist Senegal eine prĂ€sidiale Republik mit demokratisch gewĂ€hlten Institutionen und stabiler RegierungsfĂŒhrung. Das Klima ist ĂŒberwiegend tropisch mit einer Regenzeit von Juni bis Oktober und einer trockenen Harmattan-Periode von November bis Mai. Wirtschaftlich basiert das Land auf Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau, Dienstleistungen und einem wachsenden Industriesektor, insbesondere im Lebensmittel- und Textilbereich. Im Aussenhandel exportiert Senegal vor allem Erdölprodukte, Fisch, Phosphate, Baumwolle und landwirtschaftliche Erzeugnisse, wĂ€hrend es fĂŒr Industrieprodukte, Maschinen und Energie stark auf Importe angewiesen ist. Logistisch verfĂŒgt das Land ĂŒber den Hafen von Dakar als regionales Drehkreuz, internationale FlughĂ€fen sowie Strassen- und Eisenbahnverbindungen, die wichtige Transitfunktionen in Westafrika erfĂŒllen. Die LandeswĂ€hrung ist der CFA-Franc BCEAO (XOF). Strategische Infrastrukturprojekte und Investitionen in Transport- und Logistiknetzwerke stĂ€rken die WettbewerbsfĂ€higkeit und die Anbindung Senegals an globale Lieferketten.
ErwÀhnte LÀnder
Begriffe im Glossar
Zollbehörde
Direction Générale des Douanes (DGD)Import-System
Elektronische Abfertigung ĂŒber GAINDE; Single Window ORBUS (seit 2004) bĂŒndelt Vorabgenehmigungen und Handelsdokumente. ZustĂ€ndig ist die DGD.
Export-System
Ausfuhr ebenfalls ĂŒber GAINDE/ORBUS; Seefracht meldet beim COSEC. EU-Marktzugang als LDC zollfrei ĂŒber Everything But Arms (EBA).
Einfuhrsteuer / MwSt
Regionaler Freiverkehr ĂŒber UEMOA-/ECOWAS-Ursprungszeugnis (Aussenzoll TEC 0/5/10/20/35 Prozent). EU als LDC zoll- und kontingentfrei via EBA; Westafrika-EPA unterzeichnet, aber noch nicht in Kraft.
Verbot dĂŒnner PlastiktĂŒten unter 30 Mikron (Gesetz 2015-09); Waffen und Munition genehmigungspflichtig; BetĂ€ubungsmittel und gefĂ€lschte Waren verboten.
Senegal unterhÀlt kein eigenes Sanktionsregime und setzt UN-Sanktionen um. Politisch stabil, demokratischer Machtwechsel 2024. Keine OFAC-/EU-Sanktionen gegen das Land.
Ohne GewĂ€hr â bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Ăberblick fĂŒr internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale AblĂ€ufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hÀngen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und EmpfÀnger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/ĂŒbergreifende Quellen. LĂ€nderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergĂ€nzt.
Hauptrisiken: Abfertigungsverzögerungen und Auslastung im Hafen Dakar, informelle Zusatzkosten sowie lange Inlandskorridore nach Mali. Politisch und rechtlich vergleichsweise stabil.
Regenzeit Juni bis Oktober mit Ăberschwemmungsrisiko und Strassensperren im Hinterland; Harmattan-Staub November bis Mai kann Sicht und Luftfracht beeintrĂ€chtigen.
Neuer Tiefwasserhafen Ndayane (DP World) Phase 1 bis Ende 2027; AIBD-Frachtterminal im Ausbau; Sangomar-Ăl seit 2024 und GTA-LNG seit 2025 verĂ€ndern die Exportstruktur.
Stand: 2026-06-29
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Der TVA-Standardsatz betrĂ€gt 18 Prozent auf den CAF-Wert. Hinzu kommen Gemeinschaftsabgaben (UEMOA 0,8, ECOWAS 0,5 Prozent), eine StatistikgebĂŒhr von 1 Prozent und bei Seefracht die COSEC-Abgabe von 0,4 Prozent.
Die Abfertigung lĂ€uft elektronisch ĂŒber GAINDE; das Single Window ORBUS bĂŒndelt seit 2004 Vorabgenehmigungen und Handelsdokumente. ZustĂ€ndig ist die Direction GĂ©nĂ©rale des Douanes.
Der Port Autonome de Dakar ist das wichtigste Drehkreuz und wickelte 2024 rund 881'000 Container ab. Er war laut Weltbank-CPPI 2024 der leistungsstÀrkste Containerhafen Subsahara-Afrikas. Der neue Tiefwasserhafen Ndayane (DP World) soll ab Ende 2027 KapazitÀt ergÀnzen.
Ja. Als am wenigsten entwickeltes Land (LDC) genieĂt Senegal ĂŒber die Initiative Everything But Arms zoll- und kontingentfreien Zugang zum EU-Markt. Das regionale Westafrika-EPA ist unterzeichnet, aber noch nicht in Kraft.
Dakar ist der wichtigste Seehafen-Zugang fĂŒr das Binnenland Mali. Der Korridor DakarâBamako per Strasse und ĂŒber die in Sanierung befindliche Bahnlinie ist eine zentrale Transitachse Westafrikas.
DĂŒnne PlastiktĂŒten unter 30 Mikron sind verboten (Gesetz 2015-09). Waffen und Munition sind genehmigungspflichtig; BetĂ€ubungsmittel und gefĂ€lschte Waren sind verboten.
Der westafrikanische CFA-Franc (XOF) der BCEAO, mit fester ParitÀt von 655,957 an den Euro gebunden. Senegal ist Mitglied der UEMOA und der ECOWAS.
Der Aéroport International Blaise Diagne (DSS) bei Diass ist der wichtigste Frachtflughafen; ein erweitertes Frachtterminal mit bis zu 80'000 Tonnen pro Jahr ist im Ausbau.
FĂŒr internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: