GW · GNB
Cashew-Exporteur / Atlantik-Hafenland Westafrika
Hauptstadt: Bissau
Kurzprofil
Guinea-Bissau (ISO-Code: GW) liegt in Westafrika am Atlantischen Ozean und grenzt an Senegal und Guinea. Politisch ist das Land eine präsidiale Republik mit instabilen Institutionen und wiederkehrenden Herausforderungen im Bereich Governance und Sicherheit. Das Klima ist tropisch, geprägt von feuchten Küstenregionen, Savannen im Inland und ausgeprägten Regen- sowie Trockenzeiten. Wirtschaftlich spielt Landwirtschaft die zentrale Rolle, insbesondere Cashewnüsse, Fischerei und Subsistenzanbau, während Industrie und Dienstleistungen nur begrenzt entwickelt sind. Der Aussenhandel ist stark auf Exporte von Cashewnüssen und Fischprodukte fokussiert, während Guinea-Bissau bei Lebensmitteln, Treibstoff und Industrieprodukten stark importabhängig ist. Strategisch gelegene Häfen wie Bissau sichern die Transit- und Logistikfunktion für Exporte und regionale Lieferketten, trotz infrastruktureller Einschränkungen. Die Landeswährung ist der Westafrikanische CFA-Franc (XOF), der an den Euro gekoppelt ist und stabile wirtschaftliche Transaktionen innerhalb der Region ermöglicht. Guinea-Bissau profitiert von seiner geographischen Lage am Atlantik für den maritimen Handel. Infrastruktur, maritime Ressourcen und Exportgüter prägen die wirtschaftliche Bedeutung und logistische Rolle des Landes in Westafrika.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Import-System
ASYCUDAWorld der DGA, landesweit produktiv seit 26.1.2026 (Ablösung von ASYCUDA++); angebunden u.a. Hafen Bissau, Flughafen OXB sowie São Domingos, Gabú und Bafatá.
Export-System
Ausfuhrabwicklung ebenfalls über ASYCUDAWorld der DGA; in der Praxis ist ein zugelassener Zollagent (despachante) erforderlich.
Einfuhrsteuer / MwSt
Im Regionalhandel ECOWAS-/UEMOA-Ursprungszeugnis; für den EU-Markt als am wenigsten entwickeltes Land zoll- und quotenfreier Zugang (Everything But Arms) mit Ursprungsnachweis REX.
Beschränkt/verboten u.a. Waffen, Munition, Betäubungsmittel, geschütztes Tropenholz (Rosenholz/Pterocarpus) und CITES-Arten; Ausfuhr unverarbeiteter Cashew teils reguliert.
Keine aktiven EU-Personenlistungen mehr (alle Einträge bis 22.9.2025 gestrichen, VO 377/2012 nicht aufgehoben); UN-Reisesperren einzelner Personen (Res. 2048/2012).
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale Abläufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Politische Instabilität, schwache Zoll- und Hafeninfrastruktur, historisch lange Importlaufzeiten (~25 Tage), Tidenabhängigkeit und begrenzter Tiefgang im Hafen Bissau.
Tropische Regenzeit Juni bis Oktober mit Starkregen und erschwertem Strassentransport; Trockenzeit November bis Mai. Cashew-Ernte etwa April bis Juni prägt die Exportspitzen.
Zollmodernisierung: ASYCUDAWorld seit Januar 2026 landesweit produktiv. Flughafen OXB wird ausgebaut (neues Cargo-Terminal rund 1'000 Tonnen pro Jahr). Hafen Bissau mit Tiefgangslimit.
Stand: 2026-06-23
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Seit dem 1. Januar 2025 gilt eine Mehrwertsteuer (IVA) mit Normalsatz 19 Prozent und einem ermässigten Satz von 10 Prozent (u.a. Grundnahrungsmittel und Medikamente). Sie wird auch auf Einfuhren erhoben; Exporte sind steuerbefreit.
Die Direção-Geral das Alfândegas (DGA) wickelt Ein- und Ausfuhren seit dem 26. Januar 2026 über ASYCUDAWorld ab (Ablösung von ASYCUDA++), angebunden u.a. an Hafen Bissau und Flughafen OXB.
Der wichtigste Seehafen ist Porto de Bissau (Pidjiguiti) am Geba-Fluss; er hat einen begrenzten Tiefgang. Internationale Luftfracht läuft über den Flughafen Osvaldo Vieira (OXB) bei Bissau.
Guinea-Bissau nutzt den Westafrikanischen CFA-Franc (XOF) der BCEAO, der fest an den Euro gekoppelt ist (1 Euro = 655,957 XOF). Das Land ist Mitglied der UEMOA.
Es bestehen keine aktiven EU-Personenlistungen mehr; die letzten Einträge wurden bis zum 22. September 2025 gestrichen, der Rechtsrahmen (VO 377/2012) bleibt bestehen. Die UNO unterhält Reisesperren gegen einzelne Personen (Resolution 2048/2012).
Wichtigste Exportgüter sind Cashewnüsse (mit Abstand der grösste Posten), Fisch und Meeresfrüchte sowie Holz und Erdnüsse. Importiert werden vor allem Treibstoff, Nahrungsmittel und Industrieprodukte.
Im Regionalhandel gelten ECOWAS- und UEMOA-Ursprungsregeln. Als am wenigsten entwickeltes Land hat Guinea-Bissau über die EU-Initiative Everything But Arms zoll- und quotenfreien Zugang zum EU-Markt mit REX-Ursprungsnachweis.
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