MR · MRT
Rohstoff-Exporteur (Eisenerz, Fisch, Gold) mit Atlantik-Hafenzugang in Westafrika
Hauptstadt: Nouakchott
Kurzprofil
Mauretanien (ISO-Code: MR) liegt in Westafrika an der Atlantikküste und grenzt an Senegal, Mali, Algerien sowie Westsahara. Politisch ist das Land eine Islamische Republik mit Präsidialsystem, das seit 2024 unter Präsident Ghazouani als stabil gilt. Das Klima ist überwiegend wüstenartig mit hohen Temperaturen, geringen Niederschlägen und häufigen Sandstürmen in der Sahara, während der Süden subtropische Merkmale zeigt. Wirtschaftlich stehen der Abbau von Eisenerz und Gold im Vordergrund, ergänzt durch Fischerei, Viehzucht und zunehmend erneuerbare Energien. Die logistische Bedeutung ergibt sich insbesondere aus den Seehäfen Nouakchott und Nouadhibou, die als Zugangspunkte für den transsaharanischen Handel dienen. Im Aussenhandel ist Mauretanien stark exportorientiert bei Rohstoffen wie Erz und Fisch, während Importe vor allem Lebensmittel, Treibstoff, Maschinen und Konsumgüter umfassen. Die Transitfunktion über Land ist aufgrund der Wüstenlage eingeschränkt, gewinnt jedoch durch geplante Eisenbahnprojekte an Bedeutung. Landeswährung ist die Ouguiya (MRU).
Erwähnte Länder
Import-System
Elektronische Zollabwicklung über SYDONIA World (ASYCUDA) der Direction Générale des Douanes; Anmeldung durch zugelassene Deklaranten. Rund 27 Zollämter, Spezialämter für Bergbau, Fischerei und Freizone Nouadhibou.
Export-System
Ausfuhranmeldung ebenfalls über SYDONIA World der DGD. Exporte von Waren und Dienstleistungen sind von der TVA befreit (Satz 0 Prozent).
Einfuhrsteuer / MwSt
Kein Freihandelsabkommen mit EFTA/Schweiz oder EU in Kraft. Ursprungsnachweise meist Ursprungszeugnisse der Handelskammer; Präferenzen im Rahmen UMA und ECOWAS-Assoziierung nur begrenzt umgesetzt.
Einfuhrverbote/-beschränkungen u.a. für Alkohol (islamisches Recht), Waffen, Drogen sowie bestimmte Tier- und Pflanzenprodukte. Hohe Verbrauchsteuern auf Alkohol, Tabak und Zucker.
Mauretanien unterliegt keinen umfassenden EU- oder UN-Sanktionsregimen. Massgeblich sind die Dual-Use- und Waffenexportkontrollen des jeweiligen Lieferlandes (EU/Schweiz).
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale Abläufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Hohe Importabhängigkeit, eingeschränkte Infrastruktur und Korruptionsrisiken in der Zollabwicklung. Sicherheitslage im Sahel-Grenzraum erhöht; die Küstenregionen gelten als stabil.
Wüstenklima mit Sandstürmen (Harmattan); kurze Regenzeit im Süden Juli bis September. Keine atlantischen Wirbelstürme. Hitze belastet temperaturempfindliche Fracht.
Der Hafen Nouakchott (PANPA / Port de l'Amitié) wickelt rund 96 Prozent des Aussenhandels ab. Wachsende Bedeutung durch das Gasprojekt GTA (Grand Tortue Ahmeyim) mit Senegal seit 2025.
Stand: 2026-06-26
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Der TVA-Normalsatz beträgt 16 Prozent auf Einfuhren und lokale Lieferungen; Exporte sind mit 0 Prozent befreit. Hinzu kommt eine statistische Einfuhrgebühr von 1 Prozent.
Die Direction Générale des Douanes wickelt Ein- und Ausfuhren elektronisch über SYDONIA World (ASYCUDA) ab; Anmeldungen erfolgen durch zugelassene Deklaranten.
Hauptumschlagplatz ist der Port de l'Amitié (PANPA) in Nouakchott mit rund 96 Prozent des Aussenhandels; zweiter Hafen ist Nouadhibou mit Freizone.
Mauretanien trat 2000 aus der ECOWAS aus, schloss aber 2017 ein Assoziierungsabkommen. Es ist Mitglied der Arabischen Maghreb-Union (UMA).
Die Landeswährung ist der Ouguiya (MRU); ein Ouguiya teilt sich in 10 Khoums.
Vor allem Eisenerz, Fisch, Gold und Kupfer; zunehmend auch Erdgas über das Projekt GTA (Grand Tortue Ahmeyim) mit Senegal.
Es besteht kein FTA mit der EFTA/Schweiz und kein umfassendes bilaterales FTA mit der EU in Kraft. Präferenzen ergeben sich nur begrenzt aus UMA und ECOWAS-Assoziierung.
Sandstürme sind ganzjährig möglich; im Süden gibt es eine kurze Regenzeit von Juli bis September. Atlantische Wirbelstürme treten nicht auf.
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: