CD · COD
Rohstoff-Exporteur (Kupfer/Kobalt), Binnenland-Transit über Kongo-Fluss und Hafen Matadi
Hauptstadt: Kinshasa
Kurzprofil
Die Demokratische Republik Kongo (ISO-Code: CD) liegt in Zentralafrika und grenzt an neun Staaten, darunter Angola, die Republik Kongo, die Zentralafrikanische Republik, Sudan, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania und Sambia. Politisch handelt es sich um eine Präsidialrepublik mit stark zentralisierter Staatsführung. Das Klima variiert von äquatorial im Kongobecken mit hohen Niederschlägen bis zu tropisch-südlich und savannenartig in den Randregionen. Wirtschaftlich ist das Land reich an Rohstoffen wie Kupfer, Kobalt, Diamanten und Coltan, die eine zentrale Rolle für den Aussenhandel spielen. Der Import von Konsumgütern, Maschinen und Nahrungsmitteln ist hoch, da die lokale Produktion die Nachfrage nicht deckt. Logistisch kommt insbesondere der Hafen von Matadi sowie das Binnenflusssystem des Kongo eine wichtige Transitfunktion zu, um Waren regional und international zu transportieren. Die Landeswährung ist der Kongolesische Franc (CDF), der für inländische Handels- und Finanztransaktionen genutzt wird. Trotz der natürlichen Ressourcen bleibt die Infrastruktur in Transport und Logistik begrenzt, was die Export- und Lieferketten beeinträchtigt. Investitionen in Häfen, Strassen und Schienennetze sind entscheidend, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die DR Kongo ist regional bedeutend für Rohstoffexporte und für die Versorgung benachbarter Länder.
Erwähnte Länder
Begriffe im Glossar
Import-System
Elektronische Abfertigung über SYDONIA World (ASYCUDA); Vorabanmeldungen via Single Window SEGUCE/GUICE. Vorversandinspektion durch BIVAC (Bureau Veritas) und Konformitätskontrolle durch OCC.
Export-System
Exportabwicklung ebenfalls über SYDONIA World und SEGUCE, begleitet durch OCC. Bergbau-Rohstoffexporte unterliegen zusätzlichen Kontrollen und Zertifizierungen.
Einfuhrsteuer / MwSt
Ursprungszeugnis erforderlich; präferenzielle Ursprungsregeln im Rahmen von COMESA und SADC möglich. Die DR Kongo ist AfCFTA-Mitglied.
Beschränkungen u.a. für Waffen, gefährliche Abfälle und Konfliktmineralien. Pharmazeutika und Lebensmittel unterliegen der OCC-Konformitätskontrolle.
UN-Waffenembargo (Resolution 1533, verlängert bis 1. Juli 2026) gegen nichtstaatliche bewaffnete Gruppen. EU- und US-Sanktionen 2025 gegen M23-Akteure.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Afrika. Je nach Zielland können Dokumentenanforderungen, Vorabfreigaben und lokale Abläufe stark variieren.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Bewaffneter Konflikt im Osten (M23) belastet Goma und Bukavu; schwache Infrastruktur, Korruptions- und Verzögerungsrisiken bei der Abfertigung. Sicherheitslage regional sehr unterschiedlich.
Regenzeiten (im Norden ca. Oktober–Mai, im Süden November–April) können Strassen und Flussschifffahrt beeinträchtigen; der Wasserstand des Kongo schwankt saisonal.
Stand Juni 2026: Konflikt im Osten dauert an, M23 kontrolliert Teile von Nord- und Süd-Kivu (Goma, Bukavu). UN-Waffenembargo bis 1. Juli 2026 verlängert. Hafen Matadi bleibt Haupttor.
Stand: 2026-06-22
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Der Atlantikhafen Matadi am Kongo-Fluss, rund 150 km landeinwärts, ist das wichtigste Seetor. Boma (v.a. Fahrzeuge) und der Tiefseehafen Banana ergänzen ihn.
Der Standardsatz beträgt 16 Prozent auf den Zollwert plus Zoll. Ein ermässigter Satz von 1 Prozent gilt für bestimmte Güter; Exporte sind mit 0 Prozent belegt. Erhoben durch die DGDA.
Die DGDA setzt SYDONIA World (ASYCUDA) ein; Vorabanmeldungen laufen über das Single Window SEGUCE/GUICE. Vorversandinspektion durch BIVAC und Konformitätskontrolle durch das OCC.
Handelsrechnung (auf Französisch), Packliste, Konnossement oder Luftfrachtbrief, Importlizenz, Ursprungszeugnis, BIVAC-Vorversandinspektion und OCC-Konformitätsbescheinigung.
Ein UN-Waffenembargo (Resolution 1533) gegen nichtstaatliche bewaffnete Gruppen gilt bis 1. Juli 2026. EU und USA haben 2025 Sanktionen gegen M23-Akteure verhängt.
Der Osten (Nord- und Süd-Kivu, u.a. Goma und Bukavu) ist vom M23-Konflikt betroffen. Der Westen mit Kinshasa und dem Hafen Matadi bleibt funktionsfähig, aber mit Verzögerungsrisiken.
Vor allem Bergbau-Rohstoffe: Kupfer und Kobalt (Weltmarktführer bei Kobalt), zudem Gold, Diamanten und Zinn. Wichtigster Handelspartner ist China.
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: