BL · BLM
Importabhängige Tourismus- und Luxusinsel; Versorgung über Zubringer ab Saint-Martin/Sint Maarten
Hauptstadt: Gustavia
Kurzprofil
St. Barthélemy (ISO-Code: BL) liegt in der östlichen Karibik und gehört zu den Kleinen Antillen, nördlich von St. Kitts und südlich von St. Martin. Politisch ist die Insel ein französisches Überseegebiet mit Autonomie in Verwaltung und Wirtschaft unter direkter Zugehörigkeit zu Frankreich. Das Klima ist tropisch mit konstant hohen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und einer Regenzeit von Juli bis November. Wirtschaftlich ist St. Barthélemy stark vom Tourismus, Finanzdienstleistungen und Handel geprägt, während Landwirtschaft und Industrie praktisch keine Rolle spielen. Im Aussenhandel exportiert das Land vor allem Dienstleistungen und lokale Produkte, während es für Konsumgüter, Energie und Importwaren vollständig auf Importe angewiesen ist. Logistisch verfügt St. Barthélemy über einen internationalen Flughafen, Häfen und ein Strassennetz, die den Waren- und Personenverkehr auf der Insel sowie regionale Verbindungen ermöglichen. Die Landeswährung ist der Euro (EUR), wobei der US-Dollar im Handel weit verbreitet ist. Strategische Investitionen konzentrieren sich auf Infrastruktur, nachhaltigen Tourismus und Logistiklösungen, um die Wettbewerbsfähigkeit und regionale Integration zu sichern.
Erwähnte Länder
Import-System
Als PTOM ausserhalb des EU-Zollgebiets: Sendungen aus EU/Festland gelten als Ausfuhr und brauchen Zollanmeldung/CN23. Droit de quai 5 Prozent auf Warenwert plus Transportkosten.
Export-System
Ausfuhrabwicklung über die DGDDI. Waren, die später nach Guadeloupe, in andere DROM oder ins Festland gelangen, unterliegen dort der normalen Einfuhr-MwSt.
Einfuhrsteuer / MwSt
Als EU-PTOM grundsätzlich Ursprungspräferenzen im Rahmen des EU-ÜLG-Beschlusses möglich; in der Praxis kaum eigene Warenausfuhren (Re-Exporte und Dienstleistungen).
Wie Frankreich/EU: Waffen, Betäubungsmittel, CITES-Arten sowie bestimmte Lebensmittel und Pflanzen reglementiert oder verboten.
Es gelten französisches und EU-Recht zur Exportkontrolle (Dual-Use); keine landesspezifischen Sanktionen gegen die Insel.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen. Je nach Zielland (Ozeanien, Nahost oder andere Regionen) können Abläufe, Vorabmeldungen und Dokumente abweichen.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Kleine, vollständig importabhängige Insel; Versorgung hängt an Zubringern ab Saint-Martin/Sint Maarten. Begrenzte Hafen- und Flughafenkapazität, kein Tiefwasser- und kein Jet-Verkehr.
Atlantische Hurrikansaison Juni bis November (z. B. Irma 2017 mit schweren Schäden); zeitweise Unterbrechungen der See- und Luftversorgung.
Versorgung über tägliche Seezubringer ab Saint-Martin (RMP Caraïbes, Compagnie des Îles du Nord) und Luftfracht via Sint Maarten SXM. Tourismus treibt die Importnachfrage.
Stand: 2026-06-28
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Nein. Auf der Insel gibt es keine TVA/Mehrwertsteuer. Stattdessen wird auf alle eingeführten Waren ein Droit de quai von 5 Prozent erhoben, berechnet auf Warenwert plus Transportkosten.
Nein. Seit dem 1. Januar 2012 ist die Insel ein EU-PTOM und liegt ausserhalb des EU-Zoll- und Mehrwertsteuergebiets. Sendungen aus dem EU-Festland gelten zollrechtlich als Ausfuhr.
Auch für Sendungen aus Frankreich/EU ist eine Zollanmeldung nötig (z. B. CN23 bei Postsendungen) mit Handelsrechnung und genauer Warenbeschreibung; ohne diese drohen Verzögerungen.
Über tägliche Seezubringer ab Saint-Martin (z. B. RMP Caraïbes, Compagnie des Îles du Nord) sowie Luftfracht via Sint Maarten (SXM). Direkte Grossschiff- oder Jet-Verbindungen gibt es nicht.
Der Flughafen Gustaf III (SBH) in St. Jean hat nur eine rund 640 Meter kurze Piste mit Steilanflug. Es verkehren ausschliesslich kleine STOL-Propellerflugzeuge wie die Twin Otter; der Umstieg erfolgt meist über Sint Maarten.
Nein. Der Hafen Gustavia ist ein kleiner Handels- und Yachthafen ohne Tiefwasser- oder Containerterminal. Container werden über Saint-Martin umgeschlagen und mit kleineren Schiffen zugestellt.
Solche Waren gelten als Einfuhr in die EU und unterliegen bei Ankunft in Guadeloupe, anderen DROM oder dem Festland der dort normalerweise fälligen Mehrwertsteuer.
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