MF · MAF
Karibische Tourismus- und Importinsel; Freihafen
Hauptstadt: Marigot
Kurzprofil
St. Martin (ISO-Code: MF) liegt in der östlichen Karibik auf der Insel Saint Martin, die mit dem französischen Überseegebiet St. Barthélemy geteilt wird, und grenzt an das Karibische Meer sowie den Atlantik. Politisch ist der nördliche Teil der Insel ein französisches Überseegebiet mit eigener Verwaltung und Autonomie in Wirtschafts- und Verwaltungsfragen. Das Klima ist tropisch-maritim mit konstant hohen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und einer Regenzeit von Juli bis November. Wirtschaftlich ist St. Martin stark vom Tourismus, Handel, Finanzdienstleistungen und Gastronomie geprägt, während Industrie und Landwirtschaft nur eine geringe Rolle spielen. Im Aussenhandel exportiert das Land vor allem Dienstleistungen und lokale Produkte, während es für Konsumgüter, Energie und industrielle Waren vollständig auf Importe angewiesen ist. Logistisch verfügt St. Martin über internationale Flughäfen, Häfen und ein Strassennetz, die den Waren- und Personenverkehr sichern und begrenzte Transitfunktionen für die östliche Karibik erfüllen. Die Landeswährung ist der Euro (EUR), wobei der US-Dollar weit verbreitet ist. Strategische Investitionen konzentrieren sich auf Infrastruktur, nachhaltigen Tourismus und Logistik, um die Wettbewerbsfähigkeit und regionale Vernetzung zu stärken.
Erwähnte Länder
Import-System
Elektronische Zollabfertigung über DELTA (DGDDI). Saint-Martin gehört zum EU-Zollgebiet, ist aber Freihafen: keine Einfuhrzölle, keine MwSt und kein Octroi de mer auf Importe.
Export-System
Ausfuhr elektronisch über DELTA/DGDDI. Waren, die nach Guadeloupe, in andere DOM oder ins Mutterland weitergeführt werden, unterliegen dort bei Ankunft MwSt und Octroi de mer.
Einfuhrsteuer / MwSt
Als Teil des EU-Zollgebiets gelten die EU-Präferenzregeln (EUR.1, Ursprungserklärung/REX). Keine eigenen Freihandelsabkommen.
EU-weite Verbote und Beschränkungen (Waffen, Drogen, Artenschutz CITES, Produktsicherheit). Verbrauchsteuerwaren wie Alkohol und Tabak gesondert geregelt.
EU-Dual-Use-Verordnung 2021/821 und EU-Sanktionen gelten unmittelbar (Frankreich/EU).
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen. Je nach Zielland (Ozeanien, Nahost oder andere Regionen) können Abläufe, Vorabmeldungen und Dokumente abweichen.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Hohe Importabhängigkeit, kleiner Markt und begrenzte Hafen- und Flughafenkapazität. Der Wiederaufbau nach Hurrikan Irma (2017) ist noch spürbar.
Atlantische Hurrikan-Saison Juni bis November mit Risiko schwerer Wirbelstürme (z. B. Irma 2017); mögliche Unterbrüche bei Hafen- und Flugbetrieb.
Versorgung überwiegend per See über Galisbay/Marigot und per Luft; der internationale Luftverkehr läuft grösstenteils über Princess Juliana (SXM) auf dem niederländischen Inselteil.
Stand: 2026-06-30
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Saint-Martin ist eine französische Überseegebietskörperschaft und EU-Gebiet in äusserster Randlage. Es gehört zum EU-Zollgebiet, hat aber Steuerautonomie und Freihafenstatus: keine Einfuhrzölle, keine MwSt und kein Octroi de mer auf Importe.
Nein. Auf Importe nach Saint-Martin werden weder MwSt noch Octroi de mer erhoben. Anders ist es, wenn Waren von dort nach Guadeloupe, in andere DOM oder ins französische Mutterland weitergeführt werden - dort fallen bei Ankunft die üblichen Abgaben an.
Die französische Zollverwaltung Direction Générale des Douanes et Droits Indirects (DGDDI). Anmeldungen erfolgen elektronisch über das System DELTA.
Haupthafen ist Galisbay/Port de Marigot. Der regionale Flughafen Grand Case-Espérance (SFG) bedient vor allem Guadeloupe und Saint-Barthélemy; der internationale Luftverkehr läuft meist über Princess Juliana (SXM) auf dem niederländischen Inselteil.
Offizielle Währung ist der Euro (EUR). Der US-Dollar ist im Handel und Tourismus weit verbreitet.
Saint-Martin hat keine eigenen Abkommen. Als Teil des EU-Zollgebiets gelten die EU-Präferenzregeln mit Ursprungsnachweisen wie EUR.1 oder Ursprungserklärung/REX.
Die Insel ist stark importabhängig und hat begrenzte Hafen- und Flughafenkapazität. Während der Hurrikan-Saison von Juni bis November kann es zu schweren Wirbelstürmen und Versorgungsunterbrüchen kommen (z. B. Hurrikan Irma 2017).
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