GD · GRD
Karibischer Insel-/Importmarkt, Agrarexporteur (Muskatnuss/Gewürze)
Hauptstadt: St. George’s
Kurzprofil
Grenada (ISO-Code: GD) ist ein Inselstaat in der östlichen Karibik, südlich von St. Vincent und den Grenadinen gelegen. Politisch ist das Land eine parlamentarische Demokratie innerhalb des Commonwealth mit stabilen Institutionen. Das Klima ist tropisch, geprägt von warmen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und einer ausgeprägten Regen- und Trockenzeit. Wirtschaftlich basiert Grenada auf Landwirtschaft, Dienstleistungen und Tourismus, wobei Muskatnuss, Kakao und Gewürze wichtige Exportgüter darstellen. Der Aussenhandel ist zentral, Exporte generieren Einnahmen, während das Land bei Lebensmitteln, Treibstoff und Industrieprodukten stark importabhängig ist. Strategisch gelegene Häfen und ein internationaler Flughafen sichern die Transit- und Logistikfunktion für regionale Schifffahrt und Luftverkehr. Die Landeswährung ist der Ostkaribische Dollar (XCD), der stabile wirtschaftliche Transaktionen und Handelsbeziehungen innerhalb der OECS ermöglicht. Grenada profitiert von seiner geographischen Lage für den internationalen Tourismus und den Export von Agrarprodukten. Infrastruktur, politische Stabilität und maritime Anbindung stärken die wirtschaftliche Bedeutung und logistische Rolle des Landes.
Import-System
ASYCUDA World; Einfuhranmeldung über Broker/Zollagent, CIF-Wert massgeblich; Einfuhr-VAT wird zugleich mit dem Zoll entrichtet.
Export-System
ASYCUDA World; Ausfuhranmeldung über die Customs and Excise Division.
Einfuhrsteuer / MwSt
CARICOM-Ursprungszeugnis für Präferenzen im CSME; EUR.1/Ursprungserklärung unter dem CARIFORUM-EU-EPA. Für Drittlandsimporte gilt der CARICOM-Aussenzolltarif (CET).
Genehmigungs-/Lizenzpflichten u.a. für Waffen und Munition, Drogen, bestimmte Agrar- und Lebensmittel (Pflanzenschutz); verboten sind u.a. Falschgeld, Counterfeit-Waren und pornografisches Material.
Keine umfassenden internationalen Sanktionen gegen Grenada; als UN-Mitglied werden UNO-Sanktionen umgesetzt; keine autonome Sanktionsliste.
Ohne Gewähr — bitte immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Behörden abgleichen.
Kurzer Praxis-Überblick für internationale Sendungen nach Amerika. Je nach Zielland können zusätzliche Sicherheits-/Vorabmeldungen, Lizenz-/Produktanforderungen oder Broker-Prozesse gelten.
Hinweis: Anforderungen hängen von Ware, Ursprung, Incoterms, Wert und Empfänger ab. Bitte im Zweifel immer mit Spediteur/Zollagent und offiziellen Stellen abgleichen.
Offizielle Links
Hinweis: Regionale/übergreifende Quellen. Länderspezifische Behördenlinks werden schrittweise ergänzt.
Insellage mit begrenzter Hafenkapazität; starke Importabhängigkeit; vieles läuft per Transshipment über Trinidad und Barbados.
Atlantische Hurrikansaison Juni bis November mit Sturm- und Starkregenrisiko; Hurrikan Beryl traf 2024 v.a. Carriacou und Petite Martinique schwer.
Seefracht primär über den Hafen St. George's (Grenada Ports Authority), Luftfracht über Maurice Bishop International Airport; regionale Feeder-Dienste verbinden Grenada mit CARICOM-Hubs.
Stand: 2026-06-23
Operative Hinweise – kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte mit Spediteur und offiziellen Stellen abgleichen.
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Quellenangaben ohne Gewähr. Für rechtliche/steuerliche Entscheide offizielle Stellen konsultieren.
Grenada wickelt Ein- und Ausfuhren elektronisch über ASYCUDA World ab. Zuständig ist die Customs and Excise Division im Finanzministerium; Einfuhren werden üblicherweise durch einen lizenzierten Zollagenten angemeldet, massgeblich ist der CIF-Wert.
Der VAT-Standardsatz beträgt 15 Prozent. Für Beherbergung und Tauchaktivitäten gilt ein ermässigter Satz von 10 Prozent, für Telekommunikation 20 Prozent. Die Einfuhr-VAT wird zugleich mit dem Zoll an die Zollbehörde entrichtet.
Neben dem CARICOM-Aussenzolltarif (CET) können eine Customs Service Charge, Umweltabgabe, Excise Tax und die VAT anfallen. Bemessungsgrundlage ist in der Regel der CIF-Wert.
Wichtigster Umschlagplatz für Seefracht ist der Hafen St. George's mit Containerterminal, betrieben von der Grenada Ports Authority. Luftfracht läuft über den Maurice Bishop International Airport (GND) im Süden der Insel.
Ja. Als CARICOM- und OECS-Mitglied nimmt Grenada am CARICOM Single Market and Economy (CSME) teil. Ursprungswaren können regional mit CARICOM-Ursprungszeugnis sowie gegenüber der EU unter dem CARIFORUM-EU-EPA präferenziell gehandelt werden.
Die atlantische Hurrikansaison von Juni bis November bringt Sturm- und Starkregenrisiken mit möglichen Hafen- und Flughafensperrungen. Hurrikan Beryl verursachte 2024 schwere Schäden, vor allem auf Carriacou und Petite Martinique.
Gesetzliches Zahlungsmittel ist der Ostkaribische Dollar (XCD), der von der Eastern Caribbean Central Bank ausgegeben und fest an den US-Dollar gebunden ist (2,70 XCD je USD).
Für internationale Transporte helfen diese Begriffe als Schnellstart: